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Region will flächendeckende Familienberatung

Beratungsstelle für jede Kommune Region will flächendeckende Familienberatung

Die Region Hannover will künftig eine flächendeckende Familien- und Erziehungsberatung anbieten. Das hat die Regionsversammlung in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Demnach soll es künftig in jeder Kommune eine Beratungsstelle oder zumindest eine regelmäßige Sprechstunde geben.

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Die Familien- und Erziehungsberatung der Region weitet ihr Angebot aus.

Quelle: dpa

Hannover . Bisher sind die Anzahl und Inhalte der Angebote nicht gleichmäßig auf die 16 Kommunen verteilt, in denen die Region Hannover Jugendhilfeträgerin ist. Zudem waren die freien Träger auf eine Kostenbeteiligung angewiesen. Das neue Konzept sieht vor, in allen Kommunen die Betreuung zu vereinheitlichen, unabhängig vom Träger der Beratungsstellen.

Neuausrichtung fördert Bildung von Kooperationen

Die Kommunen, die selbst Jugendhilfeträger sind, können entscheiden, ob sie die Familien- und Erziehungsberatung selbst gewährleisten oder diese Aufgabe durch die Region Hannover wahrnehmen lassen. Aktuell haben sich Burgdorf, Laatzen und Lehrte von den Kommunen mit eigenem Jugendamt dazu entschlossen, die Organisation der Region Hannover zu übertragen. Die Kommunen Hannover und Langenhagen übernehmen diese Aufgabe selbst, wobei sie die Region Hannover finanziell unterstützt. Bei der Planung hat sich die Region Hannover an der bundesdurchschnittlichen Versorgungsquote orientiert: Diese sieht eine Fachkraft für 3650 junge Menschen unter 21 Jahren vor.

„Die Neuausrichtung gibt uns auch die Möglichkeit, neue Kooperationen einzugehen, intensiver mit den lokalen Hilfeangeboten zusammenzuarbeiten“, sagt Matthias Möller, koordinierender Gesamtleiter der Familien- und Erziehungsberatung der Region Hannover. „Wir wollen auch inhaltlich neue Wege einschlagen und unsere Unterstützung vor Ort anbieten, zum Beispiel in Kitas.“

Die Region wird in vier Bereiche aufgeteilt, in jedem dieser Gebiete soll es ein Team aus Fachkräften mit unterschiedlichen Schwerpunkten geben, das mit mindestens fünf Vollzeitstellen besetzt ist. Zu den Grundleistungen der Familien- und Erziehungsberatung gehören – neben der Beratung und therapeutischen Unterstützung von Kindern und Jugendlichen sowie ihren Eltern – die Trennungsberatung, die frühe Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern sowie Angebote der Prävention wie etwa Gesprächsrunden oder Vorträge. Darüber hinaus beraten die Mitarbeiter aus Jugendhilfe, Kitas, Schulen oder anderen sozialen Diensten und Einrichtungen.

Konzept startet am 18. September

Offizieller Start des neuen Versorgungskonzeptes ist der 18. September: Dann eröffnet die neu aufgestellte Familien- und Erziehungsberatung für die Teilregion Süd mit einer zentralen Beratungsstelle in Ronnenberg und Außenstellen in den Kommunen Barsinghausen, Laatzen und Springe. Sprechstunden in Gehrden, Hemmingen, Pattensen und Wennigsen sollen im nächsten Jahr dazu kommen. Ergänzt wird das Angebot durch die Paar-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Kirchenkreises Laatzen-Springe.

Die nordwestliche Teilregion wird durch die Beratungsstelle Neustadt mit ihren Außenstellen in Seelze und Wunstorf sowie durch die Beratungsstelle für Erziehungs- und Lebensfragen der Stadt Garbsen versorgt. In den Kommunen Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze bleibt die Erziehungsberatungsstelle Burgdorf mit ihren Außenstellen die zentrale Anlaufstelle. In den nördlichen Kommunen Burgwedel, Isernhagen und der Wedemark übernimmt die dortige Lebensberatungsstelle diese Funktion.

Ergänzt wird die flächendeckende Versorgung durch zentrale Beratungsangebote freier Träger in der Landeshauptstadt und durch spezialisierte Fachberatungsstellen. Alle beteiligten Beratungsstellen sind im „Netzwerk Familienberatung“ organisiert, das regelmäßig alle Kooperationspartnerinnen und -partner zum fachlichen Austausch einlädt.

Von Mathias Klein

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