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Region will neue Klinik in Burgwedel

Reform des Klinikums Region Hannover Region will neue Klinik in Burgwedel

Im Streit um eine Reform des Klinikums Region Hannover (KRH) wird sich die Regionsversammlung am Dienstag wohl gegen weitere Einschnitte entscheiden. Im Gegenteil: Bei Verhandlungen am vergangenen Wochenende einigten sich SPD, CDU und Grüne auf die Errichtung eines Neubaus auf dem Gelände der Klinik in Großburgwedel.

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Das Klinikum in Burgwedel.

Quelle: Archiv

Hannover. Der monatelange Streit um die Zukunft des Klinikums Region Hannover (KRH) hat ein vorläufiges Ende gefunden: SPD, CDU und Grüne haben sich auf ein gemeinsames Konzept für die Krankenhausversorgung im Nordosten der Region geeinigt. Demnach soll die Klinik in Großburgwedel am alten Standort neu gebaut werden. Das Lehrter Krankenhaus würde in seiner bisherigen Größe erhalten bleiben und medizinisch aufgewertet werden.

Das Konzept, über dessen Inhalt die Gesprächspartner Stillschweigen vereinbart hatten, soll in der Sitzung der Regionsversammlung am Dienstag (Beginn um 14 Uhr) verabschiedet werden. Nach HAZ-Informationen ist für Lehrte der Erhalt der derzeit knapp 200 Betten geplant. Das Krankenhaus soll zusätzlich möglicherweise eine auf die Heilung von Wirbelsäulenschäden spezialisierte Abteilung sowie eine Geriatrie bekommen. Ob es sich dabei um eine altersmedizinische Grundversorgung oder ein überregionales geriatrisches Zentrum handelt, ist bisher offengeblieben.

Für das neu zu bauende Burgwedeler Krankenhaus wünschen sich die Verhandlungspartner zusätzlich zur bisherigen Versorgung eine sogenannte Stroke Unit für die intensive Versorgung von Schlaganfallpatienten sowie eine Herzkatheterabteilung. Die Klinik soll direkt neben dem bisherigen Standort entstehen. Dort war bereits der Bau eines neuen Bettenhauses vorbereitet, wegen der Erarbeitung des sogenannten Medizinkonzepts für das Klinikum dann aber einstweilen gestoppt worden.

Eine Einigung hatte sich bereits in der vergangenen Woche in der Sitzung des Gesundheitsausschusses angedeutet. Dort hatten sich die drei großen Fraktionen SPD, CDU und Grüne überraschend kompromissbereit gezeigt. In der heutigen Sitzung wird deshalb für das Kompromisskonzept mit einer breiten Mehrheit gerechnet. Die Verhandlungen am Wochenende seien in sehr konstruktiver Atmosphäre verlaufen, hieß es. Es habe nur eine Handvoll von Vertretern der Fraktionen verhandelt, auch das habe zu einem schnellen Ergebnis geführt. Regionspräsident Hauke Jagau (SPD), der auch Vorsitzender des Aufsichtsrats des Klinikums ist, hatte nicht mit in der Verhandlungskommission gesessen.

Der Kompromissvorschlag widerspricht den Plänen, die der Aufsichtsrat im vergangen September vorgelegt hatte. Ihm zufolge bevorzugt die Geschäftsführung einen Krankenhausneubau als Ersatz für die Kliniken in Großburgwedel und Lehrte. Ein Neubau und die Schließung der beiden sanierungsbedürftigen Krankenhäuser wären aus Sicht der Geschäftsführung für die medizinischen und die logistischen Abläufe am effektivsten. Zudem rechnet man sich bei dieser Variante die besten Fördermöglichkeiten aus.

In die Debatte um die Standorte im Norden der Region hatten sich auch die niedergelassenen Ärzte aus Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze eingeschaltet. Sie hatten gedroht, ihre Patienten nicht mehr in Krankenhäuser des Klinikums zu überweisen, wenn die Chirurgie in Lehrte geschlossen würde.

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