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Klinikum der Region schreibt schwarze Zahlen

Bestes finanzielles Ergebnis seit der Gründung Klinikum der Region schreibt schwarze Zahlen

Das Klinikum der Region Hannover mit seinen zehn Krankenhäusern hat im vergangenen Jahr einen Überschuss von 2,6 Millionen Euro und damit das beste Ergebnis seit Gründung 2005 erzielt. Eigentlich war der Sprung aus der Verlustzone erst für das laufende Geschäftsjahr angepeilt worden.

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Das Regionsklinikum, hier der Eingangsbereich des Siloah an der Ihme, hat seine Finanzkrise überwunden.

Quelle: Krajinovic

Hannover. Der kommunale Krankenhausverbund, der seine Zahlen am Donnerstag dem Aufsichtsrat präsentierte, kommt aus einer prekären Lage. Noch vor drei Jahren musste er angesichts der finanziellen Defizite mit massiven Finanzspritzen gerettet werden. "Jetzt haben wir den Richtungswechsel auf dem Weg zur langfristigen wirtschaftlichen Stabilität vollbracht", sagt Finanzgeschäftsführerin Barbara Schulte. Regionspräsident und Aufsichtsratsvorsitzender Hauke Jagau nannte die Entwicklung herausragend.

Noch 2015 hatte das Klinikum 9 Millionen Euro Verlust geschrieben. Für 2016 war eigentlich ein weiteres Defizit von 5 Millionen Euro erwartet worden. Dass es nun anders und besser gekommen ist, schreibt Schulte einem umfangreichen Paket an Konsolidierungsanstrengungen zu. Dazu zählen unter anderem ein zwischenzeitlicher und mittlerweile beendeter Personalabbau im Verwaltungsbereich, Einsparungen bei Sachkosten und ein starker Rückgang der Ausgaben für Berater.

Ein Umstand, der ebenfalls zum positiven Ergebnis beigetragen hat, war von der Geschäftsführung so gar nicht beabsichtigt. "Wir würden gerne wieder Personal aufbauen, konnten aber wegen des Fachkräftemangels nicht alle offenen Stellen besetzen", erklärt Personalgeschäftsführer Matthias Born. Im Schnitt seien 70 Jobs vakant, dazu kommen weitere 154 Stellen, die das Klinikum für dieses Jahr neu in den Plan aufgenommen hat. "Die vorhandenen Mitarbeiter sind bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gegangen", betont Elke Nobel, Arbeitnehmervertreterin im Aufsichtsrat. Ingesamt arbeiten in den zehn Krankenhäusern derzeit 5327 Männer, Frauen und Jugendliche. Born kündigte an, dass das Klinikum vom kommenden Jahr an die theoretische Aus- und Weiterbildung in einer Akademie an der Schützenallee in Hannover zentralisieren werde.

Parallel zum Gesamtergebnis steigen die Patientenzahlen - 2016 wurden im Klinikum 123 611 Erkrankte stationär behandelt - und die Betriebserträge. "Die Patienten sind zufrieden mit unseren Angeboten. Das ist umso höher zu bewerten, als wir an einigen Standorten mit baulichen Defiziten zu kämpfen haben", erklärt Matthias Bracht, zuständiger Geschäftsführer für den Medizinbereich. Dazu zählen Teilbereiche des Nordstadt-Krankenhauses, wo ein neu gebautes Bettenhaus nach durch Sabotage entstandenem Wasserschaden weiterhin nicht in Betrieb genommen werden kann.

Schulte rechnet auch für das laufende Jahr mit einem positiven Ergebnis; anvisiert sind 3,7 Millionen Euro. Jagau wiederum betont, dass in all diese Zahlen Erlöse aus Immobilienverkäufen wie etwa dem Gebäude der früheren Landesfrauenklinik nicht eingerechnet werden.

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