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Aus der Stadt Altpapierstreit: Regionspolitiker kritisieren Rathaus
Hannover Aus der Stadt Altpapierstreit: Regionspolitiker kritisieren Rathaus
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00:18 10.12.2017
In den vergangenen Wochen haben die Müllwerker Kartons stehen gelassen. Bis zum Jahreswechsel wird auch unverpacktes Altpapier wieder mitgenommen.  Quelle: Florian Petrow
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Hannover

 Die Landeshauptstadt ist im Altpapierstreit von Regionspolitikern massiv kritisiert worden. Grund ist die Ankündigung, für die Altpapiersammelbehälter von Aha Geld zu verlangen. Rainer Fredermann (CDU) nannte in der Sitzung am Donnerstag das Verhalten der Stadt „dickfellig“. Es könne nicht sein, dass die Hannover von Aha Geld für die Altpapiertonnen verlange, gleichzeitig aber den liegen gebliebenen Müll nicht beachte, betonte er. 

Der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha stellt erste Sammelcontainer für Papier auf.

„Wenn die Landeshauptstadt Geld braucht, soll sie die Steuern erhöhen“, sagte SPD-Mann Wolfgang Toboldt. Stattdessen nehme die Stadt jedoch den Umweg über die Müllgebührenzahler. Der einzige Weg sei, dass sich Hannover an den anderen Regionskommunen orientiere, die keine Gebühren für die Altpapiercontainer verlangen. Sollten alle Kommunen Geld kassieren, müsse Aha rund 150.000 Euro pro Jahr zahlen. Das Geld werde dann auf die Müllgebühren verteilt. 

In Hannnover bleibt derzeit immer mehr Altpapier liegen, weil es nicht in Säcken oder Tonnen verpackt wurde. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha fühlt sich dafür jedoch nicht zuständig.

Nach Ansicht von Michael Dette von den Grünen ist die Ursache für den Streit ein „Alphamännchen-Problem“. Es müsse möglich sein, dass Hannovers Baudezernent Uwe Bodemann und Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz über die Problematik reden, meinte er. 

Schwarz kündigte am Donnerstag an, dass die Müllwerker bis zum Jahresende ab sofort auch wieder Altpapier mitnehmen, das sich weder in den blauen Säcken noch in Altpapiertonnen befindet. Dass Aha jetzt in Hannover die 100 Sammelcontainer aufstelle, sei kein Nachgeben gegenüber der Stadt sondern ein Entgegenkommen in Richtung der Bürger, betonte er. 

Von Mathias Klein

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