Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
"Sorgen bei Flüchtlingskrise ernst nehmen"

Jagau mahnt: "Sorgen bei Flüchtlingskrise ernst nehmen"

Die Verwaltungschefs von Stadt und Region Hannover stimmen auf das neue Jahr ein. Während Regionspräsident Hauke Jagau mahnt, die Sorgen der Bürger in der Flüchtlingskrise ernst zu nehmen, sagt Oberbürgermeister Stefan Schostok: „Wir kümmern uns um alle.“

Voriger Artikel
So böllert Hannover
Nächster Artikel
„Ich gehe mit Wehmut raus“

Videobotschaft zum neuen Jahr: Regionspräsident Hauke Jagau und Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Hannover. Die Sonne schwebt golden über dem Maschsee, im Vordergrund zwei Herren in Anzügen, die von „Herausforderungen“ für das kommende Jahr erzählen. Mit einer Videobotschaft im Internet haben sich die beiden Verwaltungschefs von Stadt und Region, Oberbürgermeister Stefan Schostok und Regionspräsident Hauke Jagau (beide SPD), gestern an die Bürger gewandt. Der Tenor des sogenannten Neujahrsgrußes lässt sich in einem Satz von OB Schostok zusammenfassen: „Wir kümmern uns um alle.“ Doch neben den Lobeshymnen auf Stadt- und Regionspolitik sind auch kritische Töne zu hören.

„Wir können nachvollziehen, dass viele Menschen, die den Flüchtlingen durchaus positiv begegnen, die Entwicklung mit Sorge beobachten“, sagt Jagau. Solch ein Satz hätte vor einem Jahr noch Entrüstung in den Reihen von Rot-Grün ausgelöst. Ein offenes Ohr für Bürger, denen der stete Anstieg der Flüchtlingszahlen Sorgen bereitet, hätte zu sehr nach Verständnis für die Islamfeinde von Pegida geklungen. Auch darf bezweifelt werden, dass der Regionspräsident damals von „Flüchtlingsströmen“ gesprochen hätte, die auf europäischer Ebene besser gesteuert werden müssten.

Es ist wohl kein Zufall, dass der wenig konfliktscheue Hauke Jagau solche Sätze formuliert und im selben Atemzug beschwörend hinzufügt: „Suchen Sie die Begegnung mit den Flüchtlingen, erfahren Sie, wer sie sind. Das ist der beste Weg zu einem guten Miteinander.“

Schostok lenkt das Thema in Richtung Wohlfühlzone. „Wir erleben vor allem eine enorme Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung. Wir finden das großartig“, sagt er und appelliert an Land und Bund, die Kommunen bei der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen zu unterstützen. Schostok findet, es gebe viele Gründe, sich auf 2016 zu freuen.

Der OB nennt das Behindertensportereignis Special Olympics, das vom 6. bis zum 10. Juni in Hannover stattfindet. Er erwähnt die Feiern zum 775-jährigen Stadtjubiläum Hannovers und das Leibnizjahr. Vor 300 Jahren starb der Universalgelehrte, den Hannover in den vergangenen Jahren zur intellektuellen Galionsfigur erkoren hat. Bedeutend ist in diesem Zusammenhang der Internationale Leibniz-Kongress, der im Juli in Hannover veranstaltet wird und Gelehrte aus aller Welt anlockt. Schostok macht lieber auf eine Geocaching-Tour im Januar aufmerksam, bei der Alt und Jung per GPS auf den Spuren Leibniz’ durch Hannover wandeln können.

Freundlich in Bild und Ton, so präsentieren sich die beiden Verwaltungschefs in ihrer Videobotschaft. Und vermutlich hat der Regionspräsident recht, wenn er sagt: „Uns erwarten viele Aufgaben, die es anzupacken gilt, und ebenso viele Ereignisse zum Feiern.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Hanova zieht in Bürogebäude am Klagesmarkt

Jahrelang wurde um die Bebauung der historischen Marktfläche gestritten 
– jetzt ist das erste Gebäude nutzbar. Am Montag ziehen die Mitarbeiter der Wohnungsgesellschaft Hanova ein.