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Reisesparte von RegioBus fährt hohe Verluste ein

Defizitgeschäft Reisesparte von RegioBus fährt hohe Verluste ein

Busverkehr ist in der Regel ein Zuschussgeschäft – so auch bei der RegioBus. Lange Zeit sind bei dem Unternehmen jedoch Verluste in der Reisesparte unbemerkt geblieben. Das Unternehmen hat nun ein Problem: Steuergelder dürfen nicht in verlustbringende Nebengeschäfte fließen.

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Das Unternehmen RegioBus hat hohe Verluste eingefahren.

Quelle: Nancy Heusel

Hannover. Die Reisesparte der RegioBus, die den öffentlichen Busverkehr in weiten Teilen des hannoverschen Umlandes betreibt, hat jahrelang Defizite geschrieben. Bemerkt und dem Aufsichtsrat mitgeteilt worden ist dies erst jetzt, wie RegioBus-Sprecher Tolga Otkun bestätigte. Geschäftsführer Hans-Georg Martensen, seit vergangenem Jahr im Amt, hat die einzelnen Firmenbereiche näher unter die Lupe nehmen lassen und ist dabei auf die roten Zahlen gestoßen. Über Summen redete die RegioBus am Montag nicht, aber angeblich sind allein in den Jahren 2007 bis 2009 insgesamt rund 400 000 Euro angefallen.

Das Unternehmen hat nun ein Problem, weil öffentlicher Busverkehr generell ein Zuschussgeschäft ist und von der öffentlichen Hand am Laufen gehalten wird. Dass Steuergelder in verlustbringende Nebengeschäfte fließen, verbietet mittlerweile der Gesetzgeber. Otkun bestritt allerdings, dass dies in der Vergangenheit bei RegioBus der Fall gewesen sei: „Die Verluste sind durch Gewinnrücklagen ausgeglichen worden.“

Reisesparte bedient Städtereisen und Ausflugsfahrten

Das Reiseunternehmen der RegioBus verfügt über sieben Busse und beschäftigt zwölf Mitarbeiter. Die Busse sind im Touristikverkehr etwa bei Städtereisen sowie bei Ausflugsfahrten im Einsatz. Außerdem werden sie von der Bahn angemietet, wenn eine Strecke gesperrt ist und ein Busersatzverkehr auf die Beine gestellt werden muss.

Dass öffentliche Busgesellschaften Tochterunternehmen für Reisen halten, ist nichts Ungewöhnliches. Auch die Üstra tut dies und erwirtschaftet damit nach eigenen Angaben Gewinne. Andererseits haben etwa die Kölner Busbetriebe jüngst ihre Reisesparte dicht gemacht. Bei der RegioBus steht das nach Angaben ihres Sprechers vorerst noch nicht an. „Wir werden uns im vierten Quartal Tourismus-Fachleute in den Betrieb holen“, kündigte Otkun an. Diese sollen Chancen ausloten, die defizitäre Tochter profitabel zu machen. Als Beispiel wird etwa der rollstuhlgerechte Umbau von Bussen genannt, um dann Spezialreisen anbieten zu können. Sollte die Prüfung, der der Aufsichtsrat bereits zugestimmt hat, keine zufriedenstellenden Ergebnisse bringen, werde sich die RegioBus aber aus diesem Geschäftsfeld verabschieden.

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