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Aus der Stadt "Dann kette ich mich hier an"
Hannover Aus der Stadt "Dann kette ich mich hier an"
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00:15 03.06.2015
Von Jörn Kießler
Polizist Joachim Hasselbring mit seinem Pferd Wellington. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Rund 15.000 Besucher strömten am Sonntag auf das Gelände der Polizeidirektion am Welfenplatz. Zum 200. Geburtstag der berittenen Polizei Hannover hatte die Behörde „das Wohnzimmer der 31 Dienstpferde“ geöffnet, wie Olaf Schanz, Leiter der Reiter- und Diensthundeführerstaffel das Areal in der List bezeichnet.

Mehr als 10.000 Besucher haben am Sonntag das Gelände der Polizeidirektion am Welfenplatz besucht, um beim 200 Geburtstag der berittenen Polizei Hannover dabei zu sein. 31 Dienstpferde gehören zur Staffel der Polizei. 

Dort konnten alle Interessierten einen Blick hinter die Kulissen werfen. Der Andrang war zeitweise so groß, dass die Polizei das Gelände schließen musste. „Aus Sicherheitsgründen lassen wir nur 4000 Personen gleichzeitig herein“, sagte Schanz.

Gut die Hälfte der Besucher versammelte sich jede halbe Stunde rund um den Reitplatz, wo die Polizei in kurzen Vorführungen erklärte, wie ein Pferd für den Dienst bei der Polizei ausgebildet wird und welche Fertigkeiten die reitenden Polizisten mitbringen müssen. Besonders beeindruckt von den Showeinlagen wirkten die zahlreichen jungen Mädchen, deren Augen leuchteten, wann immer sie die riesigen Tiere auch einmal streicheln durften. „Ich will selbst irgendwann mal zur berittenen Polizei“, sagte die elfjährige Jette Klokkerslehning, die dafür schon in einem Reitverein in Bemerode fleißig übt.

Ihre vier Jahre alte Schwester Enie sitzt zwar nur gelegentlich mal auf einem Pony, mit dem Berufswunsch wurde aber auch schon sie infiziert. Bei der berittenenen Polizei wären die zwei jungen Damen in bester Gesellschaft: Im Gegensatz zu vielen anderen Dienststellen der Polizei arbeiten bei der Reiterstaffel mehr Frauen als Männer. „Von unseren 41 Beamten, die sich alle freiwillig für den Dienst gemeldet haben, sind 26 Frauen“, sagt Schanz.

Aber auch die Männer bei der berittenen Polizei lieben ihren Job. Joachim Hasselbring ist seit 1972 bei der Truppe. Zweimal hat der 63-Jährige trotz Rentenanspruch seine Dienstzeit schon freiwillig um ein Jahr verlängert. „Und am 1. September dieses Jahres werde ich das wieder machen“, sagt Hasselbring und lacht. „Und wenn sie mich im Jahr danach pensionieren wollen, kette ich mich an einen Baum hier im Hof. Sonntag hatte er für die Besucher aber erst einmal eine seiner alten Uniformen angezogen. Die historische blau-graue Dienstkleidung wurde eigentlich schon 1978 außer Dienst genommen.

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