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Aus der Stadt Remondis bekommt die Säcke nicht in den Griff
Hannover Aus der Stadt Remondis bekommt die Säcke nicht in den Griff
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00:22 11.01.2016
Von Mathias Klein
An vielen Orten in der Region werden derzeit die gelben Säcke nicht abgeholt. Quelle: Zimmer
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Hannover

Jetzt hat sich der Müll sogar schon auf Straßen verteilt: Der kräftige Wind hat am Freitag in einigen Orten Säcke mit den Leichtverpackungen, die schon längst hätten abgeholt werden müssen, auf die Fahrbahnen geweht. Dann fahren Autos darüber und die Säcke platzen auf. „Hier breitet sich der Müll aus“, sagt Klaus Mala aus dem Garbsener Ortsteil Havelse.

Dort kümmerten sich die Anwohner um ein ordentliches, sauberes Wohnquartier, berichtet er. Jetzt müsse das Unternehmen jedoch den Müll wegräumen, meinte er. Mala forderte Remondis außerdem auf, vertragsgemäß zu handeln und die Säcke wie vorgesehen abzuholen. Außerdem verlangte er von der Politik, nach Wegen zu suchen, die Abfuhr der gelben Säcke wieder an das kommunale Abfallentsorgungsunternehmen Aha zu übergeben.

Viele Bürger halten die Begründung von Remondis, die Probleme lägen am Wintereinbruch, für vorgeschoben. „Es kann nicht sein, dass bei ein paar Zentimeter Schnee hier gleich alles zusammenbricht“, sagt eine HAZ-Leserin aus Wunstorf. Und auch Leser Mala meint: „Aha hat mit dem Wetter keine Probleme und hat bei uns das Altpapier pünktlich abgeholt.“

Die Beobachtung von Lesern, dass einige der Fahrzeuge von Remondis nur mit einem Mitarbeiter besetzt sind, weist ein Unternehmenssprecher zurück. „Wir sind pro Wagen mit zwei bis drei Mitarbeitern unterwegs“, berichtet er. Alle 23 Fahrzeuge seien im Einsatz. Dem Unternehmen stünden für die Abholung der gelben Säcke im Umland rund 55 Mitarbeiter zur Verfügung. Das Abfallwirtschaftsunternehmen Aha, das im früheren Landkreis bis Ende des vergangenen Jahres die gelben Säcke abgeholt hat, hatte ebenfalls 23 Fahrzeuge zur Verfügung. Jeder Wagen war mit zwei Mitarbeitern besetzt, die sich beim Fahren und Laden abwechselten. Das kommunale Unternehmen hatte 46 Mitarbeiter zur Verfügung, dazu kam weiteres Personal für Urlaub und Krankheitsfälle.
Remondis leidet nach Angaben des Sprechers unter einer großen Fluktuation der Mitarbeiter. Er bezifferte die Quote auf rund 10 Prozent. „Es gibt Leute, die kommen den ersten Tag und melden sich am nächsten Tag krank“, berichtet der Sprecher.

Ähnlich war es nach der Schilderung auch zu Beginn der Übernahme der Abfuhr am 2. Januar. „Wir haben mit den Fahrern einen Monat die Touren geprobt“, berichtet der Unternehmenssprecher. Und dann habe es welche gegeben, die seien eines Morgens einfach nicht mehr gekommen.

Der Sprecher rechnet damit, dass es zwei Wochen dauert, bis die Abfuhr so läuft, wie die Bürger es gewohnt sind. Derzeit laufe es nicht rund, gestand er ein. Das rüttele sich jedoch alles noch zurecht. Das Unternehmen hatte bereits in den vergangenen Tagen angekündigt, in einigen Orten liegen gebliebene Säcke am heutigen Sonnabend abzuholen.

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