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Renommierter Roboterforscher geht nach München

Sami Haddadin Renommierter Roboterforscher geht nach München

Der renommierte Roboterforscher Sami Haddadin wechselt an die Technische Universität (TU) München. Die Leibniz-Uni erfuhr erst im Nachhinein von den Verhandlungen - und hatte offenbar keine Chance, ihn zum Bleiben zu bewegen. Der Robotikexperte zählt zu den Spitzenforschern in Hannover.

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Der renommierte Roboterforscher Sami Haddadin wechselt an die Technische Universität (TU) München. 

Quelle: Michael Wallmüller

Hannover. Herber Verlust für die Leibniz-Universität: Der renommierte Roboterforscher Sami Haddadin wechselt an die Technische Universität (TU) München. Die Leibniz-Uni erfuhr erst im Nachhinein von den Verhandlungen - und hatte offenbar keine Chance, ihn zum Bleiben zu bewegen. Der Robotikexperte zählt zu den Spitzenforschern in Hannover, mit dem viele Hoffnungen verknüpft sind. Der Mittdreißiger forscht an sensiblen Robotern, die ihre Bewegungen genau austarieren und eng mit Menschen zusammenarbeiten können, ohne sie zu verletzen. Insbesondere hat Haddadin sich auf die Entwicklung neuartiger elektronisch gesteuerter Armprothesen spezialisiert. Dazu arbeitet er auch eng mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zusammen.

Die Nähe zur MHH war ein wichtiger Grund, warum Haddadin seine Karriere an der Leibniz-Uni begann. Als er 2014 seine Professur an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik antrat, war Haddadin der jüngste Nachwuchswissenschaftler in Deutschland auf einem Lehrstuhl für Regelungstechnik. Erst vor knapp zwei Jahren ist er mit dem Alfried-Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer ausgezeichnet worden. Das Preisgeld in Höhe von einer Million Euro soll dazu dienen, die eigene Arbeit fünf Jahre lang unabhängig voranzutreiben.

 "Haddadins Weggang ist natürlich ein Riesenverlust"

Renommierte Hochschulen weltweit waren längst auf den Wissenschaftler aufmerksam geworden. Einige Male soll er Anfragen abgelehnt haben. Dieses Mal klopften gleich mehrere führende Einrichtungen an. Haddadin erhielt Rufe von den Eliteuniversitäten Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Stanford in den USA sowie der TU München. Immerhin haben die Münchner es geschafft, den gebürtigen Neustädter in Deutschland zu halten.

Der Präsident der Leibniz-Uni, Volker Epping, hatte Haddadin eindringlich gebeten, doch noch in Bleibeverhandlungen mit dem Land einzutreten. Nach „intensiver familiärer Beratung“ sei der Roboterspezialist dem jedoch nicht nachgekommen. Er wechselt zum 1. April 2018 nach München.

Politik und Hochschulen halten aber am gemeinsamen Ziel fest, Hannover zu einem der bundesweit führenden Robotikstandorte auszubauen. „Haddadins Weggang ist natürlich ein Riesenverlust für Hannover. Wir hoffen aber, im Gespräch zu bleiben, um weiter gemeinsame Projekte zu realisieren“, betont Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover.

Mit Haddadin haben Region und Uni ein Ausbildungsprogramm namens Roboterfabrik entwickelt, das bereits in den Schulen einsetzt und in einen Studiengang mündet. Das Projekt startet im Oktober. Die Leibniz-Uni kann dafür auf profilierte Robotikexperten wie die Professoren Jessica Burgner-Kahrs, Tobias Ortmaier und Annika Raatz zurückgreifen. Auch Haddadin wolle Hannover und der Leibniz-Universität eng verbunden bleiben, heißt es.

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