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Rentner gewinnt im Lotto – nach seinem Tod

Tippgemeinschaft Rentner gewinnt im Lotto – nach seinem Tod

Lottospielen war die Leidenschaft von Heinz Ewert sen. Fast 60 Jahre lang versuchte er sein Glück. Aber erst kurz nach seinem Tod zog die Tippgemeinschaft des 93-Jährigen das große Los und erzielte einen Millionengewinn.

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Jahrzehntelang hat Heinz Ewert sen. Lotto gespielt – der große Gewinn kam aber erst nach seinem Tod.

Quelle: Archiv

Hannover. Mit dem Lottospielen ist das so eine Sache. Man bangt, man hofft an jedem Ziehungstag, dass Glücksgöttin Fortuna es gut mit einem meint. Heinz Ewert senior ging das so. Fast 60 Jahre lang versuchte er sein Glück im Spiel. Dass die Chance auf sechs Richtige etwa so groß ist, wie von einem Hai gebissen zu werden – es hat ihn bis zuletzt nicht entmutigt.

Am Ostermontag ist Ewert, der Jahrzehnte lang Präsident und seit 1993 Ehrenpräsident des niedersächsischen Radsportverbandes war, 93-jährig nach einem erfüllten Leben gestorben. Jetzt, nach seinem Tode, hat er mit einem zu Lebzeiten ausgefüllten Tippschein sechs Richtige – ein Millionengewinn. Allerdings sind die insgesamt 1 286 852,20 Euro mit einer Tippgemeinschaft von mehr als 900 Spielern zu teilen, auf ihn entfallen nur gut 1400 Euro.

Seit der ersten Ausspielung in Niedersachsen im Juni 1956 spielte Ewert senior Lotto. Der Hannoveraner, der zuvor 30 Jahre lang in Isernhagen lebte, hatte selbst in der Geschäftsstelle des Radsportverbandes eine Tippgemeinschaft initiiert, die bis heute besteht. Vor dem Lotto-Start in Niedersachsen hatte Ewert es schon bei der Berliner Bären-Lotterie versucht – ohne sich je über den ganz großen Gewinn freuen zu können.

Sein Vater habe es einfach nicht verstanden, dass immer die anderen so viel Geld gewinnen und er nicht, berichtet der Sohn Heinz Ewert junior Auf seinen Hinweis auf die eher schlechten Chancen habe sein Vater ihm entgegnet: „Du kannst sagen, was du willst. Wenn die anderen gewinnen, kann ich auch gewinnen. Irgendwann klappt es, das wirst du sehen.“

Beim Ordnen der Erbangelegenheiten fiel dem Junior jetzt das Lotto-Abo in die Hände – der Vater spielte ein System mit einer großen Gemeinschaft, die sich im Fall des Gewinns die Summe teilt. Der Sohn kündigte das Abo, doch der April war schon bezahlt – und ausgerechnet bei der allerletzten Ziehung nach 60 Jahren hatte der Vater die Gewinnerzahlen. Am Hochzeitstag der Eltern erreichte den Sohn der Brief der Lotto-Zentrale: einmal sechs Richtige, 36-mal fünf Richtige und einige Hundert kleinere Gewinne – unterm Strich der Gesamtgewinn von mehr als eineinviertel Millionen Euro. „Sein großer Wunsch ist also doch noch in Erfüllung gegangen“, sagt Heinz Ewert junior. Der Vater habe alle, die nicht an seine Vision glaubten, eines Besseren belehrt.

Der Gewinn fällt nun den beiden Söhnen von Ewert senior als Erben zu. Den Anteil am Gewinn – 1400 Euro – teilen sie sich brüderlich. Macht 700 Euro für jeden.

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