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Retterin vom Lister Bad wird geehrt

Nach Wiederbelebung von kleinem Mädchen Retterin vom Lister Bad wird geehrt

Sie hat geholfen, wo andere oft nur zuschauen: Canan Genc, die am vergangenen Wochenende im Lister Bad ein dreijähriges Mädchen wiederbelebt hat, ist am Freitag mit Blumenstrauß, Urkunde und einem Glückwunsch des Regionspräsidenten beschenkt worden. „Sie haben sich eingemischt, dafür gebührt Ihnen Dank“, sagte Hauke Jagau.

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„Höchste Anerkennung“: Canan Genc.

Quelle: Uwe Dillenberg

Hannover. Genc schilderte am Freitag, wie sie mit Familie und Freunden auf der Wiese des Freibads saß, als plötzlich die Mutter mit dem leblosen Kind auf dem Arm durch die Anlage lief. „Sie hat zwar geschrien, aber ich dachte erst, sie spielen“, sagt Genc. Dann sei die Mutter gestolpert und mit dem Kind zu Boden gegangen. „Da habe ich erkannt, dass etwas nicht stimmt, und bin hingelaufen.“ Offenbar war bereits ein Ersthelfer vor ihr da, stellte sich aber ungeschickt an. Genc ist Arzthelferin in einer Kleefelder Augenarztpraxis und hatte einen großen Vorteil: „Ich habe vor einem Monat einen Intensivkurs in erster Hilfe absolviert“, sagt sie selbstbewusst: „Ich weiß genau, wie das geht.“

Die 23-jährige Hainhölzerin hob sofort zur Herzdruckmassage an. Kurz darauf war ein Bademeister vor Ort und startete die Mund-zu-Mund-Beatmung. Gemeinsam gelang es den beiden im zweiten Anlauf, das Kleinkind ins Leben zurückzuholen. Später stieß noch die Polizistin Julia Panten hinzu. „Wir haben im Team gearbeitet, das war super“, sagt Genc.

Nachdem die HAZ am Montag ausführlich über die Retterin berichtet hatte, habe es viele positive Reaktionen gegeben, sagt Genc. „Als ich morgens zur Arbeit kam, hat meine Chefin Melita Pohlmeier mich mit Tränen in den Augen umarmt, viele Patienten in der Praxis haben mich beglückwünscht.“ Auch ihre Freundin Nadine Protzel, die zur Ehrung mitgekommen ist, sagt: „Ich bin absolut stolz auf Canan.“

Jagau, der seinen Zivildienst im Rettungswagen absolviert hat, betont: „Das Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, die Kenntnisse in Erster Hilfe aufzufrischen. Nur so können Menschen in Notsituationen helfen.“ Er verwahrte sich gegen den Verdacht, dass die Ehrung ein Wahlkampftermin sei: „Auch die beiden Retter, die 2014 ein Ehepaar an einem Bahnübergang aus dem Auto zogen, habe ich empfangen.“ Solche Taten verdienten „höchste Anerkennung“.

Ein Interview zur Ersthilfe im Lister Bad finden Sie hier.

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