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Aus der Stadt Richtfest im Der Hafven
Hannover Aus der Stadt Richtfest im Der Hafven
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00:18 05.10.2015
Von Conrad von Meding
So wird das Gebäude nach der Fertigstellung aussehen.
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Hannover

An der Kreuzung von Weidendamm und Kopernikusstraße entsteht Der Hafven, Hannovers erste kombinierte Coworking-Space mit Maker-Areal. Zur Übersetzung des Satzes bitte das untenstehende Glossar nutzen.

„Der Bauwürfel“ nannte Bezirksbürgermeisterin Edeltraut Geschke den Neubau beim Richtfest an diesem Wochenende und wünschte dem Projekt, es möge „Vorbild und Aushängeschild“ werden. Das könnte klappen – schließlich fangen die Macher nicht bei Null an. Wenn das Gebäude fertig ist, dann fusionieren darin die beiden Projekte Der Edelstall aus Linden und Die  Werke aus der Nordstadt. Beide stehen für eine andere Art von Zusammenarbeit. „Wir glauben daran, dass wir in Zukunft alle davon profitieren werden, wenn wir die Möglichkeit erhalten, mehr zu probieren, mehr zu teilen, mehr zu lernen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

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Richtfest beim "Hafven" (Edelstall & Die Werke)

Der Neubau wird von Jürgen Pleteit finanziert, der mit einer Softwarefirma vor Jahren viel Geld verdient hat, sich dann aber entschied, „den Schreibtischjob sein zu lassen und etwas handwerkliches zu machen“. Über das Projekt Die Werke, bei dem derzeit rund 160 Mitglieder teilhaben, kam der Kontakt zum Edelstall, dem Gemeinschaftsbüro im Capitol-Hochhaus am Schwarzen Bären. „Und schließlich haben wir entschieden, die Projekte nicht einzeln zu betreiben, sondern besser gemeinsam“, sagt der stets verschmitzt dreinschauende Mann. Es muss häufig Umplanungen gegeben haben für den Neubau, heißt es – aber die Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Mensing Timofticiuc sowie dem hannoverschen Bauunternehmen Wallbrecht funktioniere gut. 

Fünf Bausteine soll Der Hafven in dem neuen Gebäude gegenüber vom alten Rundbunker und der neuen Feuerwache beinhalten. Es gibt neue gemeinschaftliche Büroarbeitsplätze für die derzeit gut 150 Edelstall-Nutzer – die Capitol-Etage in Linden soll aber trotzdem weiterhin betrieben werden. Es gibt große Werkstätten für Metall- und Holzbearbeitung sowie eine Lackiererei. Zusätzlich soll es aber auch ein öffentliches Café im Eingangsbereich geben, einen „Startup-Inkubator“ zum Befördern neuer Ideen und einen Workshop- und Bildungsbereich, zählt Edelstall-Geschäftsführer Johannes Buchholz auf.

Auch wenn das Gebäude mit seiner dunklen Betonfassade von außen verschlossen wirkt (Architekt Marius Mensing sprach von „autistisch“), verbirgt sich im Inneren ein offener, vieleckiger Innenhof, zu dem alle Gebäudeteile große Glasfassaden haben. Gemeinsames Arbeiten – das soll sich so auch in der Architektur wiederfinden. Mitte 2016 soll alles fertig sein.

Glossar

Coworking-Space: Gemeint ist, dass Freischaffende nicht isoliert in Bürozellen vor sich hinarbeiten, sondern Büroarbeitsplätze gemeinsam nutzen. Lange Zeit galten prekäre Arbeitsbedingungen als Auslöser für den Wunsch nach gemeinsamer Büronutzung – weil junge Menschen in freien Berufen häufig nicht genug verdienten, um ein Büro zu bezahlen. Heute steht aber insbesondere der Wunsch nach einer anderen Kultur der Zusammenarbeit hinter der Cowork-Idee. Arbeitssoziologische Untersuchungen haben gezeigt, dass in gemeinschaftlichen Arbeitsprojekten häufig mehr Kreativität freigesetzt wird. Hannovers bekannteste Coworking-Space ist Der Edelstall in Linden.

Maker-Area: Der Begriff Maker heißt wörtlich übersetzt Macher, gemeint ist damit insbesondere Tüftler, Erfinder, Bastler. Nun gibt es zum Beispiel Autoschrauber-Werkstätten schon lange, in denen man sich eine Hebebühne und ein Schweißgerät mieten kann. Bei der Maker-Areal aber geht es wiederum eher um das Miteinander, die gemeinsame Nutzung von Werkstätten. In Hannover gibt es seit 2012 Die Werke in der Nordstadt, die diese Philosophie umsetzen und unter anderem das Repair-Café anbieten.

Der Hafven: Der Kunstbegriff verbindet den deutschen Begriff Hafen mit dem englischen Haven („Zufluchtsort“).

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