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Rigoletto findet im Maschpark statt

Mit "üppiger Lichtinstallation" am Rathaus-Gerüst Rigoletto findet im Maschpark statt

Die Verdi-Oper Rigoletto wird im Juli wie geplant als Freiluftveranstaltung im Maschpark vor dem Rathaus stattfinden. Das Gerüst, das die Rathausfront für Sanierungsarbeiten verdeckt, wollen die Organisatoren in die Aufführung einbeziehen. Es wird mit einer üppigen Lichtinstallation bestückt.

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Rigoletto gilt als erstes Meisterwerk des Kompnisten Verdi. Im Bild die tragische Figur der Gilda. Sie wird auch in Hannover am Rathaus den Bühnentod sterben.

Quelle: dpa

Hannover. „Alle sind sich einig, dass ein ehrlicher und selbstbewusster Umgang mit dem Gerüst die beste Lösung ist“, sagte Marlis Fertmann, Fernsehchefin des ausrichtenden NDR. Sie könne sich vorstellen, dass das Rathaus strahlen werde wie nie zuvor und dass man es nie wieder so sehen werde wie bei der Opernaufführung. Deshalb kündige sich eine einzigartige Veranstaltung an.

Eigentlich hätte das Gerüst am Rathaus längst verschwunden sein sollen. Die Sanierung der Fassade auf der Maschparkseite hat sich jedoch länger hingezogen, als die Stadt das im vergangenen Jahr erwartet hatte. Damals begannen die Planungen für das mittlerweile vierte Klassik-Open-Air, das sich längst zu einem der Höhepunkte des hannoverschen Kultursommers entwickelt hat. Zwischenzeitlich gab es Überlegungen, die „Rigoletto“-Aufführung auf den Trammplatz zu verlegen. Davon haben beide Seiten nun Abstand genommen. „Die jetzt gefundene Lösung ist die günstigste und zugleich die innovativste“, schwärmt Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Die Installation wird nach Angaben von Fertmann umgehend in Auftrag gegeben. Vorher habe man teilweise Planen vom Gerüst entfernt und Tests gemacht. Die Ergebnisse seien hervorragend gewesen. „Die Lichtdesigner sind begeistert über die Möglichkeiten, die die vielen Gerüststangen- und Streben bieten“, sagt sie. Zum Einsatz kämen nicht nur Strahler, sondern wegen der Opern-Atmosphäre beispielsweise auch Kronleuchter.

Die Mehrkosten für das Lichtspektakel liegen laut Schostok bei einer Summe zwischen 50 000 und 100 000 Euro. „Die Stadt wird sich beteiligen“, kündigte er an. Ein Rückbau des Gerüstes für die Aufführung mit anschließendem Wiederaufbau wäre erheblich teurer gewesen. Das Prozedere hätte nach Berechnungen der Stadt 450 000 Euro gekostet.

Die Aufführung am 22. Juli ist mit 2000 Besuchern längst ausverkauft. Von ihnen müssen 150 Personen auf neue Plätze umgesetzt werden, weil die ursprünglichen im Gerüstbereich lagen. Dass die Oper nun am angestammten Platz über die Bühne geht, hat noch einen anderen Vorteil, der bei der Entscheidung für den Standort eine wesentliche Rolle spielte. Die einzigartige Atmosphäre entsteht auch durch die Übertragung über Videoleinwände und Lautsprecher im gesamten Maschpark. Im vergangenen Jahr lockte das zur Aufführung und zur Generalprobe zwei Tage zuvor jeweils rund 20 000 Besucher an, die klassisches Musikerlebnis mit Picknickstimmung verbanden.

Auch in diesem Jahr ist eine öffentliche Generalprobe vorgesehen für Donnerstag, 20. Juli. Die Tickets kommen nach Angaben von Fertmann am Freitag, 5. Mai, in den Vorverkauf.

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