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Rollstuhlfahrer stürzt an Kröpcke-Baustelle

Holprige Gehwege Rollstuhlfahrer stürzt an Kröpcke-Baustelle

Tiefe Rillen, notdürftig geflickte Flächen und gefährliche Stolperkanten: Die durch die Bauarbeiten stark in Mitleidenschaft gezogenen Gehwege am Kröpcke haben zu einem ersten Verletzungsfall geführt. Ein 64-Jähriger Rollstuhlfahrer ist dort so schwer gestürzt, dass er mit einer schweren Kopfverletzung und einem gebrochenem Bein stundenlang im Krankenhaus behandelt werden musste.

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Stolperfalle: Der unebene Gehweg am Kröpcke.

Quelle: Hagemann

Hannover. Der Vorfall, der erst jetzt bekannt geworden ist, war bereits im Juni passiert. Peter. G. Lüdtke war an einem Sonntagvormittag auf dem Kröpcke unterwegs, um gemeinsam mit seiner Frau einen Cappuccino zu trinken. Als er zwischen Kröpcke-Uhr und Kröpcke-Center die Risse und unebenen Stellen auf dem Gehweg sah, sagte er zu seiner Frau, dass sich ältere Leute dort leicht die Füße brechen könnten. Kaum hatte er den Satz ausgesprochen, passierte das Unglück, sagt Lüdtke: „In diesem Moment bleiben die Vorderräder des Rollstuhls in einer der Rillen hängen, der Rollstuhl kippt nach vorn und ich falle kopfüber auf das Pflaster“, berichtet der 64-Jährige. Durch den Sturz zog sich der Unternehmensberater eine blutende Platzwunde am Kopf zu, beide Beine schmerzten. Vier Passanten hoben ihn wieder in den Rollstuhl.

Die Ärzte in der MHH behandelten die Wunde und gipsten das rechte Bein ein. „Das macht den Alltag noch schwerer“, berichtet Lüdtke, der wegen Kinderlähmung im Rollstuhl sitzt. Seit Freitag ist der Gips ab, aber der 64-Jährige ist immer noch erbost, wenn er an den Gehweg denkt. Der Zustand am Kröpke sei unhaltbar, meint er. „Das ist der zentrale Punkt der hannoverschen Innenstadt, da muss es doch vernünftige Gehwege geben“, sagte er. Es sei für ihn unverständlich, dass das Rathaus die Stolperfallen einfach hinnehme. Wenn die Verwaltung nichts unternehme, seien die Politiker gefordert. „Auch die Mitglieder des Rates ignorieren den Zustand und akzeptieren damit, dass sich möglicherweise weitere Passanten schwer verletzten“, sagt er. An dieser Stelle müsse sofort Abhilfe geschaffen werden, meint der 64-Jährige. Lüdtke hat jetzt in einem Brief an Oberbürgermeister Stephan Weil unter anderem eine Klärung der Haftungsfrage gebeten. In dem Schreiben deutet er auch an, dass er überlegt, Schadenersatz wegen des Sturzes zu beantragen.

Im Rathaus werde derzeit untersucht, inwiefern der Unfall mit dem Zustand des Gehwegs zu tun habe, sagte Stadtsprecher Dennis Dix. Außerdem prüfe die Stadt, ob „Schadenersatzforderungen gerechtfertigt“ seien.

Nach Kritik von Passanten und Händlern am Zustand der Baustellen unter und auf dem Kröpcke hatte die Stadt Anfang voriger Woche eingestanden, dass die Arbeiten auf dem Platz sich verzögert hätten. Allerdings solle in dieser Woche mit den Pflasterarbeiten begonnen werden.

Die jüngst von Geschäftsleuten und Passanten in der HAZ bemängelten Stolperfallen zwischen der Nikki-Passage und dem Zugang zur U-Bahn-Station Kröpcke sind derweil ausgebessert worden.

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