Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Rom sehen und beerben
Hannover Aus der Stadt Rom sehen und beerben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:12 26.10.2014
Von Simon Benne
Leichte Infanterie: Akteure der „Cohors I. Germanorum“. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

„Ich bin ein miles gregarius - also ein gewöhnlicher Soldat“, sagt Robert Simm. Dabei stützt sich der Mann mit dem mächtigen Helm auf seine Lanze: „Germanen wie ich waren als Söldner bei der leichten Infanterie in römischen Diensten.“ Seine Frau Claudia präsentiert unterdessen römisches Kinderspielzeug. Seit 2006 schlüpft das Ehepaar bei der Darstellertruppe „Cohors I. Germanorum“ in antike Rollen - und beim Familienfest im Landesmuseum waren die Akteure des Ensembles am Sonntag die heimlichen Stars.

Im Landesmuseum in Hannover startete am Sonntag die Mitmachausstellung "High Tech Römer" zu technischen Erfindungen der Römer. Die Ausstellung ist noch bis April 2015 geöffnet.

Die Mitmachausstellung „HighTech Römer“ zeigt dort derzeit, wie präsent Erfindungen der Antike - vom Flaschenzug bis zur Fußbodenheizung - noch immer in unserem Alltag sind. Wir sind Roms Erben. Und offenbar macht es Spaß, dieses Erbe neu zu entdecken: Rund 1300 Besucher tummelten sich beim Familienfest, um Katapulte oder Kräne, wie sie schon die Römer kannten, selbst auszuprobieren. Die Geschwister Emilia und Leander backten Mustea-Brötchen nach römischem Rezept, während die siebenjährige Clara sich fürs technische Know-how der antiken Welt begeisterte: „Die Römer konnten Wasser nach oben fließen lassen“, sagte sie beeindruckt, nachdem sie die Funktionsweise einer archimedischen Schraube eigenhändig erprobt hatte.

Auch Eltern und Großeltern hatten ihr Vergnügen an Mitmachstationen der „HighTech Römer“: „Was man selbst einmal ausprobiert hat, bleibt oft hängen“, sagt Hiltrud Koch, „und was Kinder interessiert, ist meist auch für Erwachsene interessant.“ So zeigte Christiane Hucke, Darstellerin der „Cohors I. Germanorum“, wie die Römer einst Wollfäden herstellten: „Man braucht gekämmte Wolle, einen Spinnrochen und eine Spindel“, erklärte die Laatzenerin, während sie Zentimeter für Zentimeter den Faden zwischen ihren Fingern hindurchgleiten ließ. „Und man braucht ganz viel Geduld.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Viele Brücken entlang der Schnellwege sind ein Sanierungsfall. Wegen der geplanten Baustellen müssen sich die Autofahrer auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Neben der langfristigen gibt es auch aktuelle Baustellen.

Tobias Morchner 29.10.2014
Aus der Stadt Sperrungen in Hannover - Hier wird es ab heute eng

Die Herbstferien haben begonnen – und damit auch die Zeit, in der Baustellen den Verkehr an einigen Stellen in Hannover lahmlegen könnten. Gleich an mehreren Orten werden ab heute zum Teil langfristige Baustellen eingerichtet. Hier sehen Sie, wo es ab Montag eng auf den Straßen werden könnte. 

27.10.2014
Aus der Stadt Sperrung, Prozess und Fotos - Das ist heute in Hannover wichtig

Neue Baustellen behindern den Verkehr, das Amtsgericht beschäftigt sich mit einem ungewöhnlichen Fall und die Serie "Erinnern Sie sich noch?" mit historischen Bildern geht in eine neue Runde. Das sind Themen, die am Montag in Hannover wichtig sind.

27.10.2014