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Rot-Grün fordert mehr Hilfe für Flüchtlingshelfer

Unterstützung für Ehrenämtler Rot-Grün fordert mehr Hilfe für Flüchtlingshelfer

SPD und Grüne fordern von den Regionskommunen mehr Unterstützung für die zahlreichen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer. Das ist eins der wichtigsten Ergebnisse einer kommunalpolitischen Tagung der beiden Parteien, die am vergangenen Sonnabend in Hannover stattgefunden hat.

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Freiwillige helfen Flüchtlingen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. „Die Kräfte der Ehrenamtlichen schwinden“, sagte der SPD-Unterbezirksvorsitzende Matthias Miersch. Bei der Tagung wurde vorgeschlagen, dass beispielsweise die hannoversche Stadtverwaltung in den einzelnen Stadtbezirken, aber auch die Umlandkommunen hauptamtliche Mitarbeiter zur Verfügung stellen, die die Ehrenamtlichen beraten. Dabei geht es beispielsweise um Passangelegenheiten, um den Kontakt zur Ausländerbehörde oder zum Jobcenter und um den schnellsten Weg zum Sprachkurs. Oft wüssten die freiwilligen Helfer nicht, an wen sie sich in bestimmten Situationen wenden sollten, berichtete Miersch.

Angeregt wurde bei der Tagung auch die Erstellung von individuellen Integrationsplänen für die Flüchtlinge. Nicht unproblematisch sei es, dass die Betreiber der zahlreichen Unterkünfte oft auch ganz unterschiedliche Philosophien verträten. Beispielsweise gebe es Betreiber, die besonderen Wert darauf legten, dass die Flüchtlinge erst einmal eine gute Unterkunft hätten. „Die Vermittlung von Praktikums- oder Arbeitsplätzen findet bei manchen Betreibern aber gar nicht statt“, sagt Miersch.

Allerdings gebe es auch positive Beispiele. So hat sich in Lehrte der Verein „Lehrte hilft“ gegründet. Dieser Verein finanziert zwei Stellen auf 450-Euro-Basis. Die beiden Mitarbeiter sind sowohl Ansprechpartner für freiwillige Helfer als auch für Betreiber der Unterkünfte. „An diesem Programm müssen wir uns orientieren, um ein flächendeckendes Netz in der Region zu erhalten“, sagt Miersch.

Eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Miteinander ist nach Ansicht der Grünen-Regionsvorsitzenden Frauke Patzke die Bevölkerungsvielfalt im Wohnquartier. Die Umlandkommunen bräuchten ein „integratives soziales Wohnungsbaukonzept“. Das stärke das soziale Miteinander und beuge fremdenfeindlichen Übergriffen vor. Miersch ergänzte, dass es in den Umlandkommunen derzeit zu wenig Bauflächen gebe. „Darum werden wir uns stärker kümmern müssen“, sagte er.

Änderungen verlangte die Konferenz auch bei den Sprachkursen. „Die Angebote reichen bei Weitem nicht aus“, sagt Miersch. Vor allem bei den Angeboten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BaMF) seien die Hürden viel zu hoch, betonte er. Miersch, der auch SPD-Bundestagsabgeordneter ist, meinte, es wäre besser, wenn das Bundesamt das Geld den Kommunen zur Verfügung stellen könnte. „Diese können Sprachkurse viel flexibler anbieten.“

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