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Aus der Stadt Rot-Grün scheitert in Stadt und Region
Hannover Aus der Stadt Rot-Grün scheitert in Stadt und Region
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15:52 12.09.2016
Quelle: von Ditfurth
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Stadtrat Hannover: Es reicht nicht mehr für Rot-Grün

Die Ratswahl in Hannover war bis in die Nacht für die Beteiligten eine echte Nervenprobe. Rot-Grün musste Federn lassen - und steht am Ende ohne eine Mehrheit da. SPD und Grüne errangen gemeinsam nur 30 von 64 Sitzen. Die AfD kam aus dem Stand auf 8,6 Prozent der Stimmen. Nach Verkündung des vorläufigen Endergebnisses ist offen, wer künftig in der Stadt Hannover den Ton angeben wird. Die SPD konnte zwar mit 31,3 Prozent die meisten Stimmen verbuchen, verfehlte aber das Ziel, gemeinsam mit den Grünen (16,3 Prozent) weiterhin die Ratsmehrheit zu bilden. Die CDU verbuchte am Ende 24,4 Prozent Stimmanteile. Die AfD erreichte 8,6 Prozent.

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Das sind die Mitglieder des aktuellen Rats der Stadt Hannover.

Hier lesen Sie einen ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen der Wahl des hannoverschen Stadtrats.

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Eindrücke von der Kommunalwahl in Hannover und den anderen Städten in der Region Hannover.

Regionsversammlung: SPD und Grüne verlieren Mehrheit

Das bisherige Mehrheitsbündnis aus SPD und Grünen ist in der Regionsversammlung abgewählt worden. Zwar bleiben die Sozialdemokraten mit 31,2 Prozent stärkste Kraft - doch ebenso wie im Stadtrat reicht es nicht für ein Mehrheitsbündnis mit den Grünen (13,6 Prozent). Beide Parteien mussten im Vergleich zu den Wahlen vor fünf Jahren heftige Verluste hinnehmen. Die CDU kam auf 29,0 Prozent. Die AfD schaffte aus dem Stand 10,1 Prozent und war damit viertstärkste Kraft.

Hier lesen Sie einen Bericht zu den Ergebnissen der Wahl zur Regionsversammlung.

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Die Region Hannover hat 2016 die Regionsversammlung gewählt. Hier sehen Sie alle Mitglieder.

Mehrheiten in Hannovers Umland werden schwieriger

Im Umland ist, häufig durch Stimmgewinne für die AfD, in vielen Kommunen die Mehrheitsbildung schwierig geworden. In Burgdorf etwa hat die SPD deutlich auf 30,6 Prozent verloren und die CDU auf 30,9 Prozent, die Grünen verloren auf 9,6 Prozent. Zwar konnten FDP und Linke zulegen – trotzdem reicht es nicht für klassische Bündnisse. Die Fraktionen werden in den nächsten Wochen über neue Konstellationen beraten müssen. Ähnlich sah es gegen Mitternacht, als endlich die ersten Wahlergebnisse feststanden, auch in etlichen anderen Umlandkommunen aus. In Garbsen verbesserte sich die SPD leicht auf 37,5 Prozent, die CDU hingegen verlor deutlich und landete bei 30,9 Prozent, die AfD heimste 12,8 Prozent der Stimmen ein. Auch dort reicht es nicht mehr für klassische Bündnisse.

Hier gelangen Sie zum Wahlergebnis in Ihrer Kommune:

Stichwahl in Celle, SPD-Überraschungserfolg in Hildesheim

Rund 6,5 Millionen Bürger in Niedersachsen waren aufgerufen, über die Zusammensetzung der Stadt- und Gemeinderäte sowie der Kreistage zu entscheiden. In 37 Kommunen gab es außerdem Direktwahlen: Besondere Beachtung fand dabei die einzige Oberbürgermeisterwahl, die in Celle stattfand. Hier kam es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem seit 2009 amtierenden Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) und seinem CDU-Herausforderer Jörg Nigge. Mende kam am Ende auf 46,1  Prozent der Stimmen, Nigge auf 45,6 Prozent. Damit ist in Celle eine Stichwahl in 14 Tagen erforderlich. Bei der Landratswahl in Hildesheim erzielte der SPD-Kandidat Olaf Levonen einen Überraschungserfolg – obwohl mit einer Stichwahl gerechnet worden war.  Er wird nun neuer Landrat des Landkreises Hildesheim. 

Weitere Berichte zur Kommunalwahl in Niedersachsen außerhalb der Region Hannover finden Sie hier.

Bangen bis in die Nacht: Alle Höhepunke der Wahl zum Nachlesen

Hunderttausende haben in der Region Hannover am Sonntag ihre Stimmen abgegeben. Schon am frühen Morgen herrschte Andrang in etlichen Wahllokalen. Am Nachmittag sorgte dann ein Großeinsatz der Polizei zum Fußballspiel von 96 gegen Dresden für Aufsehen in der City.  Hier finden Sie alle Ereignisse des Wahltages in Hannover zum Nachlesen.

Kommentar zur Wahl: Kein Morgen für Rot-Grün

In der Region hat die SPD in den vergangenen zehn Jahren mehr als zehn Prozent ihrer Wähler verloren - und in der Landeshauptstadt sieht es noch schlechter aus. Der Verlust der Mehrheit für Rot-Grün wirbelt die politische Lage in Stadt und Region gehörig durcheinander.  Lesen Sie hier eine Analyse zur Wahl.

Das bisherige Mehrheitsbündnis aus SPD und Grünen ist in der Regionsversammlung abgewählt worden. Zwar bleiben die Sozialdemokraten mit 31,2 Prozent stärkste Kraft - doch ebenso wie im Stadtrat reicht es nicht für ein Mehrheitsbündnis mit den Grünen (13,6 Prozent). 

12.09.2016

Es war ein kurioses Wochenende für die AfD in der Region Hannover. Zuerst fand man kein Wahllokal für eine Party, dann kam die Prominenz in Gestalt von Frauke Petry und wurde empfindlich gestört. Am Ende fühlte sich die AfD als Sieger.

14.09.2016

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Andreas Schinkel 14.09.2016
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