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Aus der Stadt Rot-Grün will Totenruhe auf Gartenfriedhof in Hannover wahren
Hannover Aus der Stadt Rot-Grün will Totenruhe auf Gartenfriedhof in Hannover wahren
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10:53 14.12.2010
Von Conrad von Meding
Der historische Gartenfriedhof in Hannover. Quelle: Kris Finn
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„Ich rechne damit, dass wir eine gemeinsame Lösung finden werden“, sagte SPD-Fraktionsvize Thomas Hermann. Ebenso wie die Grünen-Ratspolitiker Ingrid Wagemann und Michael Dette will man bei der SPD zwar ein Ausgrenzen von Problemgruppen vermeiden, zugleich aber auch eine ständige Ansammlung von Trinkern auf einem historischen Gräberfeld wie dem Gartenfriedhof nicht dulden.

Juristisches Problem ist, dass auf dem Gartenfriedhof an der Marienstraße keine Begräbnisse mehr stattfinden. Daher gilt dort die Friedhofssatzung nicht, die Alkoholkonsum verbietet. Obwohl es sich bei dem Gartenfriedhof um echte Begräbnisstätten handelt, wird das Areal daher behandelt wie eine normale Grünfläche. Die Stadt duldet dauerhaften Alkoholkonsum und lärmende Trinker, versucht aber mit Gesprächsrunden, die schwelenden Anwohnerkonflikte zu befrieden.

Die Grünen lassen nun juristisch prüfen, ob Hannover nicht auch für ehemalige Friedhöfe eine Satzung erlassen kann, die dem Ort angemessen ist. „Es geht darum, dass die Totenruhe wieder gewahrt wird“, betonen Sozialpolitikerin Wagemann und Baupolitiker Dette in einer gemeinsamen Stellungnahme: „Scheinbar fällt es einigen Menschen schwer, zwischen öffentlichen Grünanlagen und Friedhöfen zu unterscheiden.“ In diesem Fall sei die Politik gefordert und müsse klare Regeln schaffen.

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