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Diese Straße wird zur Gefahr für Autofahrer

Rudolf-von-Bennigsen-Ufer Diese Straße wird zur Gefahr für Autofahrer

Tiefe Schlaglöcher, gefährliche Ausweichmanöver: Das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer am Maschsee ist ein Sanierungsfall. Der ADAC fordert deshalb eine schnelle Reparatur durch die Stadt. Ob es dazu kommt, oder weiter an der Fahrbahn geflickt wird, hat die Stadt noch nicht entschieden.

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 Wasser ist durch feine Risse in den Aspahlt eingedrungen, hat sich in der Frostphase ausgedehnt und den Fahrbahnbelag aufgesprengt.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover. Eine der Hauptverkehrsstraßen im Süden Hannovers, das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer am Maschsee, wird zur Gefahr für Autofahrer: Die Straßendecke ist an vielen Stellen von tiefen Schlaglöchern durchbrochen. „Manche umfahren die Mulden und geraten dadurch auf die parallele Fahrspur. Das kann schnell schiefgehen“, sagt Christine Rettig, Sprecherin des Automobil-Lobbyvereins ADAC. Erschwerend komme hinzu, dass jeden Tag sehr viel Verkehr über die Nord-Süd-Achse fließe. Die Stadt müsse die Straße schnell reparieren. „Für Schäden am Fahrzeug, die von Schlaglöchern verursacht wurden, kann die Stadt haftbar gemacht werden“, sagt Rettig. Meist sei es aber schwierig für Autofahrer, einen entsprechenden Nachweis der Schuld zu erbringen. Auch die Ratspolitik ist alarmiert. „Solche Straßenschäden habe ich noch nicht erlebt“, sagt der Südstädter CDU-Ratsherr Dieter Küßner. In der Rats-SPD kommt nun die Forderung, das Rudolf-von-Bennigsen Ufer in das Programm für Straßendeckensanierung aufzunehmen.

Auf der breiten Fahrbahn am Ostufer des Maschsees rollen die Autos meist vierspurig nebeneinander, es gibt aber nur einen markierten Mittelstreifen und ein paar zusätzliche Linien in Kreuzungsbereichen. Besonders viele Schlaglöcher klaffen im Abschnitt zwischen Sprengel-Museum und Geibelstraße. Dort ist Tempo 50 vorgeschrieben und die Unfallgefahr am größten, wenn Fahrer das Lenkrad herumreißen, um die Mulden zu umfahren. Ab der Kreuzung Altenbekener Damm stadtauswärts gilt eine Begrenzung von 30 Kilometern pro Stunde, vor allem um die Schulkinder der nahen Waldorfschule zu schützen. Im südlichen Abschnitt der Straße sind die Schäden weniger gravierend.

Die kurze Frostperiode im Januar hat Hannovers Straßen zugesetzt. Wasser, das zuvor in Risse eingedrungen war, gefror, dehnte sich dabei aus und ließ den Asphalt aufplatzen. Derzeit sind acht Bautrupps der Stadt damit beschäftigt, die Löcher provisorisch zu flicken. Für nachhaltige Reparaturen braucht es aber Plusgrade im zweistelligen Temperaturbereich.

Der ADAC rät der Stadt, die Straße ganz oben auf die Sanierungsliste zu setzen. Das hatte vor drei Jahren schon der damalige SPD-Baupolitiker Thomas Hermann empfohlen. Mittelfristig müsse das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer einen neuen Fahrbahnbelag bekommen, sagte er damals der HAZ. Sein Nachfolger, Ewald Nagel, erneuert jetzt die Forderung. „Die Straße sollte auf die Liste der Deckenerneuerungen kommen“, sagt er. Das bedeutet, dass die Asphaltschicht komplett erneuert wird - auf Kosten der Stadt.

Entscheidung über Sanierung soll im Frühjahr fallen

Ob es dazu kommt, oder weiter an der Fahrbahn geflickt wird, hat die Stadt noch nicht entschieden. Anfang der Woche werde man die Löcher zunächst provisorisch verschließen, sagt Stadtsprecherin Anne Ruhrmann auf Nachfrage der HAZ. „Im Frühjahr wird dann entschieden, ob das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer in das Deckenprogramm aufgenommen wird oder ob die Schäden punktuell oder in kleineren Abschnitten saniert werden.“ Sollten einzelne Fahrspuren oder die gesamte Straße zur Erneuerung der Asphaltdecke gesperrt werden, werden massive Staus auf den Ausweichstrecken wie den Schnellwegen und er Hildesheimer Straße den Autofahrern viel Geduld abverlangen.

Die Ratsopposition formuliert die Dringlichkeit der Sanierung naturgemäß etwas dramatischer. „Der desolate Zustand der Straße ist lebensgefährlich“, sagt Küßner. Für FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke ist das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer eine „Stoßdämpferteststrecke“. „Viele Straßen in Hannover sind nach dem Frost beschädigt, aber am Maschsee ist es am schlimmsten“, sagt er.

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