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Aus der Stadt Rückbau des Kreisels hat begonnen
Hannover Aus der Stadt Rückbau des Kreisels hat begonnen
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20:56 04.06.2012
Umbau am Kreisel: Weil die Verkehrsführung sich in den nächsten 18 Monaten immer wieder ändert, die Stelle aber dauerhaft ein Engpass sein wird, bittet die Stadt Autofahrer, den Bereich möglichst zu meiden. Quelle: Thomas
Hannover

Eine provisorische Ampelanlage signalisiert die Einmündung der Goseriede in Celler Straße beziehungsweise Otto-Brenner-Straße. Wenn Ende 2013 alles fertig ist, dann soll statt des überdimensionierten Kreisels endgültig eine T-Kreuzung den Verkehr aufnehmen. Auf den gewonnenen Freiflächen werden der Friedhofspark erweitert und an der Goseriede ein Innenstadtplatz neu angelegt. „Wir werten die gesamte Platzfolge von Klagesmarkt und Goseriede bis Steintor auf“, frohlockte Oberbürgermeister Stephan Weil.

Autofahrer müssen sich auf gelegentlich wechselnde Verkehrsführungen einstellen. Alle drei Straßen sollen stets in beiden Richtungen befahrbar sein, die Baustelle wandert aber gewissermaßen über Monate hinweg je nach Fortschritt über den Platz. „Wenn wir alle drei Seiten absperren könnten, dann wären wir Weihnachten fertig“, sagte Rudolf Sabatier, Direktionsleiter des beauftragten Bauunternehmens Strabag. So aber dauert es spürbar länger, dafür gibt es keine Vollsperrungen.

Einer, der sich am Montag am Rande sichtlich freute, war Veit Görner, Direktor der Kestnergesellschaft. „Wir können endlich unseren Eingangsbereich vergrößern“, sagte er. Der Geh- und Radweg vor seiner Kunsthalle im alten Goseriedebad wird jetzt sieben Meter breit, da kann der bisherige schmale Treppenzugang einer großzügigeren Lösung weichen.

Oberbürgermeister Weil erinnerte in einer kurzen Ansprache daran, dass bereits seit den achtziger Jahren über den Rückbau des Kreisels diskutiert wird. Erst jetzt gibt es überraschend Geld, weil durch Verzögerungen beim Umbau des Ihme-Zentrums EU-Fördergeld umgewidmet werden konnte. Der Umbau des Bereichs am Klagesmarkt kommt der Stadt aber ohnehin ganz gelegen: Der Ostteil des tristen Parkplatzes soll im Zuge der Innenstadtaufwertung möglichst bald bebaut werden, verschiedene hannoversche Wohnungsgenossen- und -gesellschaften wollen dort Häuser errichten. Auch die städtische Wohnungsgesellschaft GBH überlegt, ihre Verwaltung auf den Klagesmarkt zu verlegen, Geschäftsführer Dieter Cordes war am Montag schon einmal beim Spatenstich dabei. Jetzt aber wird erst einmal die Verkehrsführung geändert.

Goseriede-Spuren zusammengelegt: Für die erste Phase der Arbeiten ist die bisher stadteinwärts führende Spur der Goseriede gesperrt, entsprechend sind auf der bisher stadtauswärts führenden Spur beide Fahrtrichtungen zusammengefasst. Auch langfristig soll der Asphalt in der Goseriede nicht mehr so viel Platz einnehmen. Stattdessen entsteht vor dem Tiedthof und den Verdi-Höfen an der Ruine der historischen Kapelle ein neuer, nutzbarer Platz.

Celler Straße wird schmaler: Die Zahl der Spuren für den Autoverkehr wird nach den Bauarbeiten unverändert sein, durch den Wegfall des derzeit nicht nutzbaren Mittelstreifens aber können die Teile des zerschnittenen Friedhofsparks enger aneinander rücken. Der Entwurf für die Neugestaltung des Areals stammt vom Kölner Büro Johannes Böttger (JBBUG) und ist 2011 mit dem Urban Quality-Award ausgezeichnet worden. Böttger war am Montag anwesend. „Es steckt viel Detailarbeit in dem Projekt, am Ende wird es sehr gut werden“, sagte er. Für die Stadt ist der Umbau ein erster Baustein zur Umsetzung des bundesweit beachteten Stadtentwicklungsprojekts City 2020, mit dem Hannover seine Innenstadt aufwerten will.

Ein Rad-Boulevard entsteht: Vom Klagesmarkt sollen Radfahrer künftig die Möglichkeit haben, in gerader Linie auf einer Art Boulevard Richtung Steintor zu radeln. An der Kapelle mischen sich Radfahrer und Fußgänger dann – im Bauausschuss hatte das Befürchtungen ausgelöst, die Stadt aber ist zuversichtlich, dass alle Verkehrsteilnehmer Rücksicht üben.

Neue Regelung zur Brüderstraße: Auch im Bereich Brüderstraße/südliche Nikolaistraße/nördliche Goseriede ändern sich die Verkehrsführungen. Unter anderem erhält die Brüderstraße am alten Postgiroamt vorbei eine Zufahrt zur Celler Straße. Anwohner fürchten eine Zunahme des Freiersuchverkehrs beim nächtlichen Straßenstrich. Die Polizei hat zugesagt, das zu unterbinden.

Komplizierte Kreuzung: Durch die geänderte Verkehrsführung während der Bauarbeiten wird die ohnehin unübersichtliche Kreuzung am Steintor komplizierter als zuvor. Die Stadt empfiehlt, den Bereich zu meiden und über Hamburger Allee, Arndtstraße und Schloßwender Straße auszuweichen, soweit das geht.

Conrad von Meding und Martin Palm

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