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Aus der Stadt Rückenwind für die IAA in Hannover
Hannover Aus der Stadt Rückenwind für die IAA in Hannover
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00:15 05.09.2016
Von Lars Ruzic
Hier oben im Cockpit regiert der Lkw-Fahrer. Vom 22. September an präsentiert die Nutzfahrzeugbranche auf der IAA in Hannover wieder ihre Neuheiten. Quelle: VDA
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Hannover

Vor allem in Europa laufen die Geschäfte so gut wie seit dem Vorkrisenjahr 2008 nicht mehr. „Das ist ein guter Rückenwind für die IAA“, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann am Freitag. Über mangelndes Interesse kann sich der Veranstalter nicht beklagen: „Wir sind praktisch ausgebucht.“

Die gut 2000 Aussteller aus mehr als 50 Ländern haben für die Zeit vom 22. bis 29.  September rund 270 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche gebucht. Mit diesem Ergebnis sei man sehr zufrieden, sagte Wissmann – es sei eines der besten seit dem Start der IAA Nutzfahrzeuge als eigenständige Messe in Hannover im Jahr 1992. Wissmann freute sich über Konzerne wie BYD aus China, Gaz aus Russland und Toyota, die erstmals auf der IAA zu Gast sind, und über Rückkehrer wie Renault. „Alle wichtigen Hersteller sind präsent.“ Die Großen der Branche belegen traditionell ganze Hallen – wie etwa Daimler und Volkswagen. Für den Wolfsburger Autobauer ist es die erste Branchenschau seit der Schaffung seiner Lkw-Holding mit MAN und Scania. Die hannoversche Sparte VW Nutzfahrzeuge wird die Weltpremiere ihres neuen Großtransporters Crafter feiern. Erwartet werden zur IAA rund 250 000 Besucher – mehr als bei Hannover Messe oder Cebit.

Die Industrie werde derzeit vom Wachstum in Westeuropa getragen, sagte der VDA-Chef. Der Verband rechnet hier mit einem Plus von 8 Prozent auf 280 000 verkaufte Lastwagen in diesem Jahr. Auch in China liefen die Geschäfte gut, während der amerikanische Markt nach sechs Wachstumsjahren eine Pause eingelegt habe. Sorgen bereiten den Herstellern vor allem Russland und Brasilien. Auch die Transporterhersteller verzeichneten derzeit gute Zuwachsraten. Sie profitierten vor allem vom wachsenden Online-Shopping und seit Jahren zunehmenden Paketmengen.

„Die Innovationskraft der IAA ist noch einmal gestiegen“, sagte Wissmann. Mehr als 320 Weltpremieren werde es in Hannover geben. Die Branche steht vor den gleichen Herausforderungen wie die Autobauer: Digitalisierung und vernetzte Fahrzeuge, autonomes Fahren sowie alternative Antriebe. Damit verbunden sind viele neue Möglichkeiten, den Warentransport auf den Straßen zu optimieren. Derzeit laufen etwa Feldversuche, wie viel Kraftstoff sich mit dem Fahren in Kolonnen sparen lässt. „Mit Digitalisierung und alternativen Antrieben bietet sich die große Chance, den steigenden Güterverkehr noch effizienter und klimafreundlicher zu gestalten“, sagte Wissmann.

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