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Aus der Stadt Beim Bilderbuch-Sonntag ist viel los
Hannover Aus der Stadt Beim Bilderbuch-Sonntag ist viel los
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14:25 22.02.2018
Sie lieben das (Vor-)lesen: Julia Amthor mit Ivo (4, Bild links) und Juri (2). Quelle: Villegas
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Hannover

 Selbst Oberbürgermeister Stefan Schostok sucht manchmal in der hauseigenen Bilderbuchsammlung Rat. In Bilderbüchern würden schwierige Themen – Religion, Energie, aber auch die Straßenreinigung – auf ganz einfache Art erläutert. Das schätze er sehr, erzählt der 53-Jährige den vielen Kindern und Eltern bei der Eröffnung des 10. Bilderbuch-Sonntags in Hannover.  2445 Besucher sind diesmal in den Pavillon gekommen, um Bilderbücher anzuschauen, zu lesen, um an den vielen Tischen zwischen Bücherständen und -regalen zu basteln. 

Das Netzwerk Lesestart Hannover hat auch zum Jubiläum ein umfängliches Programm zusammengestellt, um die kindliche Freude am Lesen zu fördern. Neben vielen Buchhandlungen sind vor allem die Stadtbibliothek, die Akademie für Leseförderung und die AWO-Familienbildung mit Ständen vor Ort. Schirmherr Ingo Siegner liest und zeichnet und erfreut sich sichtlich daran, wenn Kinder ihre manchmal doch etwas ungewöhnliche Sicht auf die Dinge schildern.  „Was essen Bären eigentlich?“ fragt er beispielsweise. „Nudeln“ kommt die Antwort. „Joa“, sagt Siegner: „Manchmal vielleicht auch“. 

Neue Medien spielten in diesem Jahr beim Bilderbuch-Sonntag eine wichtige Rolle, sagt Carola Schelle-Wolf, Chefin der städtischen Bibliotheken. Bilderbuch-Apps würden genauso präsentiert wie Tiptoi-Stifte. Die beiden Kinder von Julia Amthor (28) allerdings bevorzugen ganz offensichtlich das gute alte Buch im Papierformat. Zu zweit sitzen Ivo (4) und Juri (2) auf den Knien der Mutter. Nur mit Mühe guckt sie zwischen ihnen hindurch, um eine neue Geschichte des „Kleinen Eisbären“ von Hans de Beer zu lesen. Dass man so viele neue Bücher kennenlerne, schätzt Amthor am Bilderbuch-Sonntag besonders. Genauso wie Zwillingsvater Volker Schmidt  (44). Normalerweise sei man im Alltagstrott so drin, für Informationen über neue Bücher, Ideen bliebe kaum Zeit, sagt er beim Figurenausschneiden mit Tochter Alina (5). Dabei sei „Lesen der Grundstein für alles.“

Das sieht auch Beke König (36) so. Tochter Lea (5) bekommt sogar schon mit fünf Jahren Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ und  Paul Maars „Sams“ vorgelesen. Und wie findet sie so lange Geschichten in so dicken Büchern? Leas knappe Antwort lautet: “gut.

Von Jutta Rinas

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