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Aus der Stadt SEK-Einsatz nach Massenschlägerei in Ricklingen
Hannover Aus der Stadt SEK-Einsatz nach Massenschlägerei in Ricklingen
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21:45 31.07.2015
Von Tobias Morchner
Bei dem Polizeieinsatz wurden mehrere Personen festgenommen. Quelle: Elsner
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Hannover

Spezialkräfte der Polizei haben am Freitagmorgen zwei Wohnungen in Vahrenwald gestürmt und zwei Männer unsanft aus dem Schlaf gerissen. Bei dem 57-Jährigen und dessen 37 Jahre alten Sohn handelt es sich nach Ansicht der Behörden um jene Männer, die vor knapp einer Woche an einer Massenschlägerei am Ricklinger Schünemannplatz beteiligt waren und dabei einen 28-Jährigen lebensgefährlich sowie einen weiteren jungen Mann schwer verletzten. Die beiden Libanesen wurden in ihren Wohnungen festgenommen und sitzten wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Haft.

Gegen 5 Uhr rammten vermummte und schwer bewaffnete Beamte zeitgleich die Wohnungstüren der Mehrfamilienhäuser in der Pettenkoferstraße und in der Rosenbergstraße ein und verschafften sich so Zutritt zu den Räumlichkeiten. Die Spezialkräfte waren deswegen angefordert worden, weil die Ermittler die Verdächtigen als gefährlich einstuften und davon ausgehen mussten, dass sie bewaffnet sein könnten. Beide Männer leisteten bei ihrer Festnahme keinen Widerstand. Anschließend durchsuchte die Polizei die Wohnungen der beiden Verdächtigen, dabei kam auch ein Spürhund zum Einsatz. Die Ermittler wurden fündig und stellten umfangreiches Beweismaterial sicher.

Nach der Massenschlägerei am Schünemannplatz hatten die Ermittler einen Audi sichergestellt, in dem sie diverse Waffen entdeckten. Anhand des Autos kamen sie auf die Spur der beiden Verdächtigen. „Der Wagen gehört einem der beiden Männer“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Vater und Sohn sind bei der Polizei schon länger bekannt. Auch den Bewohnern des Hauses in der Rosenbergstraße, in dem der 57-Jährige lebt, ist nicht verborgen geblieben, dass der Familienvater bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist. „Mich wundert das nicht, dass die Polizei ihn heute mitgenommen hat – vor etwa einem halben Jahr war doch hier schon mal eine Razzia“, sagt eine Mieterin.

Wie es zu der Massenschlägerei in Ricklingen kam, ist bisher unklar. Die beiden Verdächtigen schweigen dazu bislang. Der Schünemannplatz gilt als einer der Treffpunkte der offenen Drogenszene. Ob die Auseinandersetzung in diesem Kontext zu sehen ist, steht noch nicht fest.

Klar ist bislang nur, dass am vergangenen Sonnabend gegen 18.45 Uhr insgesamt 20 bis 30 Personen an der Auseinandersetzung beteiligt waren. Die beiden Opfer trugen Stich- und Schnittverletzungen davon. Das Leben des 28-Jährigen konnten die Ärzte nur durch eine Notoperation retten. Beide Verletzten schwiegen zu den Hintergründen.
Die Polizei sucht mit Hochdruck eine Zeugin, die möglicherweise Entscheidendes zur Aufklärung der Hintergründe des Falls beitragen kann. Während der Auseinandersetzung auf dem Platz musste eine Stadtbahn der Linie 3 an der Kreuzung Ricklinger Stadtweg/Pfarrstraße anhalten.

Der Stopp war deshalb notwendig, weil zum einen ein Mercedes die Gleise blockierte und zum anderen mehrere Personen, die sich an der Schlägerei beteiligt hatten, über die Gleise flüchteten. Die Zeugin soll den Vorfall mit ihrem Handy gefilmt haben, hat sich bislang aber noch nicht mit den Behörden in Verbindung gesetzt. Die Ermittler bitten die Frau sowie andere Zeugen der Massenschlägerei, sich beim Kriminaldauerdienst unter (05 11) 1 09 55 55 zu melden.

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