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Aus der Stadt SEK erschießt Rottweiler bei Einsatz
Hannover Aus der Stadt SEK erschießt Rottweiler bei Einsatz
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00:16 14.05.2016
Unterstützt von einem Spezialeinsatzkommando durchsuchte die Polizei eine Wohnung in der Straße Am Dorfe in Sorgensen. Quelle: Christian Elsner
Hannover

Mit einem Spezialeinsatzkommando (SEK) hat die Polizei am Mittwoch in den Morgenstunden Wohnungen in Hämelerwald, Arpke, Sorgensen und Stöcken durchsucht. Die drei 22 bis 23 Jahren alten Bewohner stehen unter dem Verdacht, mit Drogen in nicht geringen Mengen zu handeln. Dabei stellten sie bei dem 23-jährigen Verdächtigen in Arpke geringe Mengen Marihuana und Amphetamine sicher. In der Wohnung eines 22 Jahre alten Beschuldigten in Sorgensen fanden die Beamten zwei Schreckschusswaffen. Auch bei dem zweiten 23-Jährigen in Stöcken, der nach Informationen der HAZ drogenabhängig ist und bereits wegen Körperverletzung verurteilt wurde, stellte das SEK einen Schlagring und ebenfalls zwei Schreckschusswaffen sicher.

Bei vier Wohnungsdurchsuchungen in Stöcken, Lehrte und Burgdorf hat die Polizei geringe Mengen an Drogen sowie vier Schreckschusspistolen und einen Schlagring sichergestellt.

Dafür brauchten die Einsatzkräfte jedoch zwei Anläufe. Bereits um 6 Uhr stürmten sie nämlich das Haus der Mutter des 23-Jährigen am Edelgrasweg in Hämelerwald. Nach Informationen der Polizei wurden die Beamten beim Betreten des Hauses von einem Hund angegriffen. Die Polizisten erschossen den Rottweiler daraufhin.

„Das ist vollkommener Unsinn“, sagt Alexander Tiffert, der Bruder des Verdächtigen. „Nachdem die Beamten die Tür aufgebrochen hatten, muss sich der Hund meiner Mutter unter der Treppe verkrochen haben.“ Dort haben ihn die Einsatzkräfte seiner Meinung nach erschossen. „Das kann man an den Einschusslöchern erkennen“, sagt Tiffert, der genau wie seine Mutter keinen Kontakt mehr zu seinem Bruder hat.

Nicht nur wegen des erschossenen Hundes hat er bereits einen Rechtsanwalt kontaktiert. „Die Stürmung der Wohnung in Hämelerwald war vollkommen unnötig“, sagt Tiffert. Der Polizei in Lehrte sei nämlich bekannt gewesen, dass die Mutter des Verdächtigen ihren Sohn bereits im Januar hinausgeschmissen hatte. „Seiner Bewährungshelferin war auch die neue Adresse in Stöcken bekannt“, sagt Tiffert.

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