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Bulmahn will nicht mehr in den Bundestag

SPD-Abgeordnete Bulmahn will nicht mehr in den Bundestag

Die hannoversche SPD-Bundestagsabgeordnete Edelgard Bulmahn will nicht wieder für ein Mandat in Berlin kandidieren. „Nach 30 Jahren will ich den Staffelstab an einen Jüngeren übergeben“, sagte die 65-Jährige im Gespräch mit der HAZ.

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Edelgard Bulmahn

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Wer das sein könnte, ist noch unklar. Aus der Ratspolitik ist zu hören, dass sich SPD-Fraktionschefin Christine Kastning für eine Kandidatur erwärmen kann. Für eine Stellungnahme war Kastning gestern nicht zu erreichen.

Bulmahn will mögliche Ambitionen der Fraktionschefin nicht kommentieren. „Ich hoffe auf mehrere Kandidaten aus den Reihen der hannoverschen SPD“, sagte sie. Es gebe genug ambitionierte Parteimitglieder, die Interesse zeigten.

Die SPD-Ortsvereine in Bulmahns Wahlkreis werden jetzt nach Bewerbern suchen und eine Empfehlung aussprechen. Zum Wahlkreis gehören unter anderem die Stadtteile Linden, Mitte, Südstadt, Kirchrode und Mittelfeld.

Um den zweiten hannoverschen Wahlkreis will sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Kerstin Tack bewerben. „Ich werde wieder kandidieren“, sagte die 47-Jährige auf Nachfrage der HAZ. Tack gehört dem Bundestag seit 2009 an. Die studierte Sozialpädagogin ist unter anderem Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales. Die endgültige Entscheidung über die Kandidaten für beide Wahlkreise trifft die Wahlkreiskonferenz der SPD im März kommenden Jahres. Im Herbst 2017 entscheiden die Wähler über einen neuen Bundestag.

Bulmahn kann auf eine bewegte politische Karriere zurückblicken. Die ehemalige Lehrerin der Lutherschule fing Anfang der Achtzigerjahre als Bezirksratsfrau in Linden-Limmer an. 1987 wurde sie in den Bundestag gewählt. Im Kabinett von Kanzler Gerhard Schröder (SPD) war sie Ministerin für Bildung und Forschung. Auf ihre Initiative wurden an Universitäten Juniorprofessuren eingerichtet. Zudem setzte sich Bulmahn für Ganztagsprogramme an Schulen ein. „Das war damals höchst umstritten“, sagte sie.

Jetzt ist Bulmahn Vizepräsidentin des Bundestags. „Außer Kanzlerin und Bundespräsidentin habe ich alle Ämter bekleidet“, sagte sie. Ihren Wahlkreis hat die Abgeordnete bei der Bundestagswahl 2013 direkt gewonnen und zog an ihrer Konkurrentin von der CDU, Ursula von der Leyen, vorbei.

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