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Aus der Stadt SPD: CDU will mit Schwimmbädern Wahlkampf machen
Hannover Aus der Stadt SPD: CDU will mit Schwimmbädern Wahlkampf machen
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08:15 30.06.2017
Von Mathias Klein
Schwimmer ziehen im Fössebad ihre Bahnen – noch. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Den Vorschlag der CDU, das geplante 50-Meter-Becken statt im Fössebad im Misburger Bad zu bauen, lehnt die SPD-Ratsfraktion vehement ab. „Solch ein Vorschlag stiftet nur Unruhe“, sagt der Sportexperte der Fraktion, Angelo Alter. Es dürfe keine Situation entstehen, in der es einen Konflikt zwischen den Stadtbezirken gibt. Genau das erreiche aber die CDU mit ihrem Vorschlag, betont Alter, der auch stellvertretender Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion ist.

Misburg statt Limmer

Wie berichtet schlägt die CDU-Ratsfraktion vor, das Wettkampfbecken nicht in Limmer, wie ursprünglich geplant, sondern in Misburg zu bauen. Der Sportexperte der CDU-Ratsfraktion, Thomas Klapproth, begründet das mit den Vorstellungen der Bürger in Linden und Limmer über die Zukunft des Bades. Die Bürger dort wollten eher ein Familienbad mit Außenbecken - das sei mit der Verlegung der 50-Meter-Bahn besser zu verwirklichen, meinte er.

Verlegung bringt Bauverzögerung

SPD-Mann Alter wirft der CDU vor, mit den Schwimmbädern den Bundestagswahlkampf in Hannover einzuläuten. „Schade, dass ein so wichtiges Thema dafür missbraucht wird“, sagt er. Außerdem würde eine Änderung der Pläne zu einem erheblichen Verzug bei der Fertigstellung führen. „Dann passiert erst einmal jahrelang nichts“, sagt Alter. Geplant war eine Fertigstellung von Fössebad und Misburger Bad in vier Jahren. „Wenn wir jetzt mit den Planungen neu anfangen, dann dauert das möglicherweise zehn Jahre“, meint Alter.

Finanzierung ebenfalls tauschen

Dagegen kommt der CDU-Vorschlag beim Bezirksbürgermeister von Linden-Limmer, Rainer-Jörg Grube (Grüne), gut an. „Schön, dass mal jemand querdenkt“, sagt er. Am besten sei es, zwischen den beiden geplanten Bädern in Limmer und in Misburg die Finanzierung zu tauschen, betont Grube. Wenn Misburg mit einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) finanziert würde und das Geld für das Fössebad aus dem städtischen Investitionsfonds käme, ließe sich das von vielen Bürgern gewünschte Außenbecken leichter verwirklichen.

Der Fraktionschef der Grünen im Bezirksrat, Daniel Gardemin, wollte sich dagegen nicht festlegen. Bei den Grünen sei über einen Tausch der 50-Meter-Bahn diskutiert worden. Ein Bad mit Wettkampfbahn sei für Kinder nicht sonderlich attraktiv, sagt Gardemin, der auch im Stadtrat sitzt.

Die Prüfer des Landesrechnungshof stellen den bisherigen Planungen für die Sanierung der Medizinischen Hochschule Hannover ein schlechtes Zeugnis aus. Der Sanierungsbedarf sei so dringend, dass er „innerhalb möglichst kurzer Zeit in Neubauten umgesetzt werden“ müsse. Ein Bauzeitraum von 22 Jahren sei deutlich zu lang. Das Ministerium will nächste Woche erste Pläne zeigen.

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