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Aus der Stadt SPD kürt Fahimi zur Bundestagskandidatin
Hannover Aus der Stadt SPD kürt Fahimi zur Bundestagskandidatin
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00:16 06.03.2017
Von Andreas Schinkel
Yasmin Fahimi. Quelle: epa/Marco Urban
Hannover

44 Delegierte haben sich am späten Freitagnachmittag im Kurt-Schumacher-Haus zur Abstimmung über die drei Bewerber um die Direktkandidatur für den Bereich Hannover-Süd versammelt. Zehn Minuten lang hat sich jeder Kandidat vorgestellt und seine politischen Leitlinien erläutert. Fahimi (49) verbindet in ihrer Rede Alltagserfahrungen mit politischen Zielen.  Am Beispiel einer alleinerziehenden Mutter zeigt sie auf, was Politik noch alles tun muss, um deren Lebenslage zu verbessern.

Auch ihr Hauptkonkurrent Marlo Kratzke (25) überzeugt mit einer engagierten Rede über soziale Gerechtigkeit, ganz im Einklang mit SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz. Am Ende reicht es nicht ganz für Nachwuchspolitiker Kratzke. "Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht enttäuscht bin", meint er. Zuvor lag er bei den Abstimmungen in den SPD-Ortsvereinen gleichauf mit der prominenten Fahimi. Recht knapp mit 24 zu 20 Stimmen gewinnt die ehemalige SPD-Generalsekretärin gegen den jungen Bezirksratsherrn aus Ricklingen.

Die dritte Kandidatin, Unternehmerin Arbabian-Vogel (48), geht als Verliererin aus dem Rennen hervor. Schon in den Ortsvereinen erhielt sie überraschend wenig Zustimmung. Bei der Delegiertenwahl am Freitag hat sie keine einzige Stimme bekommen. "Ich schüttele mich einmal, dann geht es weiter", sagt Arbabian-Vogel. Die prominente Fahimi sei im anstehenden Bundestagswahlkampf wohl die aussichtsreichere Kandidatin. Im Wahlkreis Hannover-Süd ist CDU-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die direkte Konkurrentin Fahimis.

Jahrzehntelang hat Edelgard Bulmahn den Wahlkreis für die SPD direkt gewonnen. Jetzt will die 65-Jährige nicht noch einmal kandidieren. Über ihre Nachfolgerin Fahimi sagt sie: "Eine klasse Frau, sehr kompetent und mit mir auf einer politischen Linie."

Fahimi will im Bundestagswahlkampf mit ihren Kernthemen Arbeit und Soziales punkten. "Der Wahlkampf soll auch Spaß machen. Wir wollen als SPD Zuversicht ausstrahlen", sagt Fahimi. Die 49-Jährige hat viele Jahre für Gewerkschaften gearbeitet und war unter Parteichef Sigmar Gabriel Generalsekretärin. Danach wechselte sie als Staatssekretärin ins Arbeitsministerium.

Die SPD-Bewerber Caren Marks, Kerstin Tack und Matthias Miersch mussten keine Konkurrenten befürchten, sie waren als Kandidaten gesetzt. Alle drei erhalten am Freitag 100 Prozent der Delegiertenstimmen.

Nach der Kandidatenkür eröffnet die Regions-SPD offiziell den Bundestagswahlkampf mit einer Versammlung im Alten Magazin. Alle vier hannoverschen Bundestagskandidaten stellen sich den Genossen vor, die Gastrede hält SPD-Generalsekretärin Katarina Barley. "Wir haben jetzt das komplette Paket: Inhalt, Stimmung und Person", sagt sie am Rande der Veranstaltung mit Blick auf Spitzenkandidat Schulz.

Tagelang, genauer zwei Tage lang, soll er gehobene wie auch normale Beamte und Beamtinnen des Innenministeriums in Entzücken versetzt haben: Ein Waschbär, der vor immer anderen Fenstern auf den Brüstungen des Ministeriums an der Lavesallee nächtigte.

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