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Aus der Stadt SPD-Mitglieder treffen Schulz beim Speed-Dating
Hannover Aus der Stadt SPD-Mitglieder treffen Schulz beim Speed-Dating
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00:16 15.04.2017
Von Uwe Janssen
Ein Selfie, bitte: Ministerpräsident Stephan Weil macht ein Foto mit Martin Schulz und SPD-Neumitgliedern. Quelle: Rainer Droese
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Hannover

"Spannend“, sagt Niklas Ohlendorf, „es ist spannend, ihn mal live zu sehen.“ Auf „ihn“ warten hier viele. Es ist ihr Chef, Parteichef. Martin Schulz ist in Hannover. Niklas, 18, ist seit Februar SPD-Mitglied.

Aber was heißt schon Chef? Martin Schulz ist der Hoffnungsträger, der 100-Prozent-Mann, und wenn es nach der SPD-Basis geht, ist der Kandidat der SPD schon der gefühlte Kanzler. Saarlandwahl hin oder her.

Wahlkampfauftakt in Hannover: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat im Capitol Neumitglieder begrüßt.

Im Capitol, einer wahlpartyerprobten SPD-Lokation in der Stadt, treffen deshalb an diesem Mittwochnachmittag nicht nur 1500 Genossen aufeinander, sondern alle sozialdemokratischen Gefühlslagen der hochintensiven vergangenen Wochen. Schulz-Effekt live. Vor der großen Masse hat der Landesverband Neumitglieder eingeladen, um ihnen den Grund ihrer frischen Parteizugehörigkeit in natura vorzuführen. 100 haben sich angemeldet. Schulz hat sie überzeugt. Nun gibt es ihn als Belohnung.

Viele junge Neumitglieder sind dabei. Justina Walkowiak, wie Niklas 18 und aus Pattensen, sagt: Natürlich gibt es einen Schulz-Effekt!“, sie macht das vor allem an seiner Fähigkeit fest, sich in die kleinen Leute hineinversetzen zu können. Bryan Bliewert aus Alfeld ist eingetreten, weil an seiner Schule „immer mehr Leute mit der AfD sympathisieren“. Schulz sei also nicht der Hauptgrund, aber: „Der schafft das!“

Doch bevor die rote Lichtgestalt auftritt, dürfen sie sich erstmal gegenseitig beschnuppern und Kontakt aufnehmen zu hiesigen Parteistars wie Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok und Regionspräsident Hauke Jagau, die Bundestagsabgeordneten Caren Marks und Matthias Miersch sowie Staatssekretärin Yasmin Fahimi. Und damit das alles ein bisschen zeitgemäß und frisch rüberkommt, lernen sie sich auf der Empore des Capitol per Speed-Dating kennen, so also, wie sich Singles mit Druck auf der Beziehungsdüse im Schnellverfahren begegnen. Frischlinge fragen, Politiker antworten, Ping - und weiter geht’s zum nächsten. Dazu gibt es für die Neuen ein Leinentäschchen mit der Aufschrift „London - Paris - New York - Würselen“. Die Werbewirksamkeit von Schulz’ lustig klingendem Heimatdorf wird jetzt auch in der Partei offensiv betrieben.

Und dann ist er da. Jubel, Applaus bei den Neumitgliedern, während sich unten das Capitol mit Altmitgliedern aus ganz Niedersachsen füllt, begrüßt Schulz in Begleitung von Ministerpräsident Stephan Weil die Frischlinge. „Jedes SPD-Mitglied“, sagt Schulz, „weiß, wann er eingetreten ist.“ Er mit 19, Weil erinnert sich an sein lockiges Haar. Doch der Zeitplan drängelt. Der Kanzlerkandidat übergibt drei Parteibücher höchstselbst, schnell noch ein Selfie „fürs Willy-Brandt-Haus“ mit so vielen Neuen wie aufs Foto passen. Dann geht’s aus dem Volk ab nach unten auf die große Bühne, wo im Capitol auch sonst die Stars stehen. Einer für alle. Die Inszenierung gelingt. Genau so hätten sie es gern.

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