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Aus der Stadt SPD sieht Platz für Halim Dener als Provokation
Hannover Aus der Stadt SPD sieht Platz für Halim Dener als Provokation
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00:15 28.03.2017
Von Andreas Schinkel
Quelle: Archiv
Hannover

„Das ist eine Provokation ohne Not. Die Gefahr besteht, dass die Stadtgesellschaft gespalten wird“, sagt die türkischstämmige SPD-Fraktionsvizin Belgin Zaman. Zudem ehre man Personen mit einem Straßenschild, wenn sie sich für das Wohl Hannovers eingesetzt haben. SPD-Parteichef Alptekin Kirci sieht das ähnlich. „Ist eine Straßenbenennung der richtige Weg in diesen aufgeregten Zeiten?“, fragt er. Kirci hält es für besser, einen Diskurs über Dener zu eröffnen.

Ein Polizist hatte am 30. Juni 1994 den 16 Jahre alten Halim Dener beim Plakatieren am Steintor erschossen. Ein Rückblick auf den Fall, der ganz Deutschland bewegete.

Der damals 16 Jahre alte Halim Dener hat 1994 unter falschem Namen Asyl beantragt. Als er nachts Plakate für die „Nationale Befreiungsfront Kurdistans“, einer Untergruppe der verbotenen Partei PKK, klebte, wurde er von Zivilpolizisten erwischt und erschossen. Die Umstände sind bis heute ungeklärt, Zeugenaussagen widersprechen sich. Der junge Kurde gilt seitdem als Symbolfigur für kurdische Aktivisten und linke Gruppen. Sie fordern seit Langem einen Gedenkstein für Dener in der City.

Die Grünen rücken Dener in die Nähe von Widerstandskämpfern. „Am Ihme-Ufer tragen Straßen die Namen von Widerstandskämpfern wie Wilhelm Bluhm. Es passt also, wenn ein Platz in der Nähe nach Dener benannt wird“, sagt Daniel Gardemin, Grünen-Fraktionschef im Bezirksrat. Bluhm hat in Linden gegen die Nationalsozialisten gekämpft. Er starb im KZ Sachsenhausen.

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