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Wie geht es mit dem Steintorplatz nun weiter?

Bebauung Wie geht es mit dem Steintorplatz nun weiter?

Die SPD in Hannover gibt sich bei der umstrittenen Bebauung des Steintorplatzes kompromissbereit und setzt damit Signale in Richtung Koalition mit der CDU. „Wir wollen die Bebauung, aber über alles andere können wir reden“, sagt SPD-Parteichef Alptekin Kirci.

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Wie soll es mit dem Steintorplatz und der geplanten Bebauung weitergehen? Die SPD zeigt sich kompromissbereit, hält aber an Bauplänen fest.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Denkbar sei, eine Form der Bürgerbeteiligung für die Umgestaltung des Platzes in die Wege zu leiten.

Genau das hatte die CDU monatelang gefordert, stieß aber bisher auf Ablehnung bei Rot-Grün. Jetzt signalisiert die CDU Offenheit. „Man kann auch beim Steintor eine Kompromisslösung finden“, sagt Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer. Die FDP, möglicher Partner in einem Bündnis mit Rot-Grün, bleibt unnachgiebig. „Unser erster Antrag im Rat wird sein, den Steintorplatz nicht zu bebauen und als Freiraum neu zu gestalten“, kündigt der neu gewählte Fraktionschef Wilfried Engelke an.

Da dürfte die SPD nicht mitgehen. Grundsätzlich sei es zu begrüßen, sagt Kirci, dass ein Investor in Hannovers City bauen will. „Das ist eine Auszeichnung für die Stadt.“ Der SPD-Chef räumt ein, dass Rot-Grün das Steintor-Vorhaben nicht gut vermittelt habe. Im laufenden Prozess gebe es viel Unruhe, sagte er diese Woche - und im Moment sei eben vieles im Prozess, auch die Steintor-Bebauung.

Tatsächlich hatten SPD und Grüne an den Wahlständen viel Kritik einstecken müssen, vor allem wegen der beiden Geschäfts- und Wohnhäuser auf dem Steintorplatz, die der Projektentwickler Centrum bauen will. „In der Bevölkerung kam es so an, als würden wir alle Plätze zubauen wollen“, sagt ein Genosse.

Auch Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) sagte am Montag im HAZ-Interview, dass jetzt „notwendige Diskussionen“ zu führen seien. Er erinnert daran, dass bei Konfliktthemen alle Beteiligten an einen Tisch geholt werden sollten, wie bei der Wasserstadt Limmer. Dort hatte die Stadtverwaltung etliche Gesprächsrunden mit den Anwohnern und Kommunalpolitikern organisiert. SPD-Baupolitiker Ewald Nagel gibt zu Bedenken, dass am Steintor ein ganz neuer Platz entstehe, wenn die Rampen zur U-Bahn-Station vor dem Mc Donald‘s-Restaurant zugeschüttet werden. „Diesen Bereich wollen wir neu gestalten“, sagt er. Der Steintorplatz werde nur verlagert. Wie dieser neue Platz aussehen wird, darüber könne man reden.

Die Bewegung bei der SPD dürfte erhebliche Auswirkungen auf die Verhandlungen mit möglichen Bündnispartnern haben. Im Rat hat Rot-Grün die Mehrheit eingebüßt, jetzt schaut sich die SPD als stärkste Fraktion nach neuen Partnern um. Da Die Linke bereits abgelehnt hat, bleiben noch die CDU für eine Große Koalition und die FDP für ein Ampel-Bündnis mit den Grünen. Dabei spielt auch die Haltung zur Steintor-Bebauung eine Rolle. Beide bürgerlichen Parteien stemmten sich in den vergangenen Monaten vehement gegen die Baupläne für den Steintorplatz. Jetzt könnten sie zumindest Kompromisse aushandeln.

„Uns geht es vor allem darum, dass bei sensiblen Bauvorhaben die Bürger befragt werden“, sagt CDU-Chef Toepffer jetzt. Große Projekte dürften nicht gegen den Willen der Bürger durchgesetzt werden. FDP-Fraktionschef Engelke will die Bauten zwar in jeden Fall verhindern, sagt aber: „Wenn SPD und Grüne kommen, werden wir eine Tasse Kaffee trinken.“

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