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Aus der Stadt SPD will Sanierungsliste für alle Sporthallen
Hannover Aus der Stadt SPD will Sanierungsliste für alle Sporthallen
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07:31 05.12.2017
Die Sporthalle in der Voltmerstraße wird gerade saniert. Quelle: Archiv
Hannover

Stinkende Toiletten, verdreckte Geräteräume, rutschige Hallenböden –viele Sporthallen in Hannover sind marode. Die SPD schlägt jetzt vor, dass die Stadtverwaltung genau auflistet, in welchem Zustand sich jede Halle befindet. „Das kann dazu führen, dass wir einen Sanierungsplan für Hannovers Sporthallen auflegen müssen“, sagt SPD-Angelo Alter. Zudem regt er an, regelmäßige Gesprächsrunden mit Schulhausmeistern einzuberufen, um zu erfahren, wo welche Reparaturen vonnöten sind. „Die Hausmeister wissen am besten, ob nur ein Fenster undicht ist oder  die gesamte Fensterfront erneuert werden muss“, sagt Alter. Entscheidend sei, rechtzeitig tätig zu werden und nicht in die Sanierungsfalle zu tappen. 

Bei den Sportvereinen rennt die SPD mit ihrem Vorschlag offene Türen ein. „Wir sind auf Schulsporthallen angewiesen und etliche sind tatsächlich in die Jahre gekommen“, sagt Thomas Riebe, Sportwart beim TuS Bothfeld. Besonders die Sanitäranlagen ließen zu wünschen übrig. Oft rieche es dort sehr unangenehm. In den Geräteräumen ballten sich die Wollmäuse. „Wenn sich Hannover Sportstadt nennen will, dann muss etwas dafür getan werden“, sagt Riebe.

Das sieht auch der Stadtsportbund (SSB) so. „Es ist an der Zeit, ein Sanierungsprogramm für Sporthallen aufzulegen“, sagt SSB-Präsidentin Rita Girschikofsky. Zunächst müsse eine Liste erstellt werden, wo der Bedarf am größten sei. „Schon jetzt gibt es einen Sanierungsstau bei den Hallen“, sagt die Sportbund-Präsidentin. Hannovers Vereine seien auf die Schulsporthallen angewiesen, nur die wenigsten Vereine verfügten über eine eigene Stätte.

SPD-Sportpolitiker Alter will die Forderung nach einer Sanierungsliste nicht als Kritik an der bisherigen Stadtpolitik verstanden wissen. Es habe sicher genügend Gründe gegeben, die eine oder andere Hallensanierung zu verschieben, sagt er. „Aber so etwas wie bei den Schwimmbädern darf uns nicht wieder passieren.“ Die Stadt hat ein Erneuerungsprogramm für Hannovers Bäder in Höhe von mehr als 40 Millionen Euro aufgelegt. Das war nötig, weil die Schwimmhallen tief  im Sanierungsstau feststeckten. Zwei Bäder, in Limmer und in Misburg, müssen sogar abgerissen und neu errichtet werden.

„Ärgerlich ist es, wenn eine Halle saniert wird und trotzdem noch Mängel hat“, sagt Riebe vom TuS Bothfeld. So sei der Hallenboden der Albrecht-Dürer-Schule zwar erneuert worden, aber die Tischtennisspieler rutschten jetzt häufig auf dem glatten Boden aus. „Seit drei Jahren kämpfe ich darum, dass etwas dagegen getan wird“, sagt Riebe. Die Stadtverwaltung habe mit Messgeräten nachgewiesen, dass der Boden genügend Trittfestigkeit besitze. Aber in der Spielpraxis mache man andere Erfahrungen. 

144 Schulsporthallen gibt es in Hannover, nur 26 davon sind sogenannte Dreifeldhallen, die genügend Platz für Mannschaftssportarten wie Handball bieten. Hallenzeiten sind äußerst begehrt. Die Stadt vergibt Termine für Trainingseinheiten jetzt nach einem Punktesystem. Dabei wird berücksichtigt, wie hoch der Bedarf für einen Verein ist. 

Von Andreas Schinkel

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