Hannover. Zwar wolle man Intendantin Elisabeth Schweeger „eine Chance geben“, für einen kurzen Zeitraum das Festival weiter zu leiten. „Aber sie muss beweisen, dass sie mit allen Beteiligten in Herrenhausen zusammenarbeiten kann“, sagt Kirci. Damit spielt er auf Irritationen an, die Schweeger immer wieder bei Mitarbeitern der Stadtverwaltung und bei Ratspolitikern hervorruft.
Schweegers Vertrag läuft Ende 2014 nach fünfjähriger Intendanz aus. Über eine Verlängerung wird jetzt verhandelt. Zunächst stand in der SPD-Ratsfraktion zur Debatte, ob man Schweeger noch einmal mit der Leitung des Festivals betrauen wolle. Die Besucherzahlen der künstlerisch hochkarätigen Darbietungen blieben bisher unter den Erwartungen. Doch Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) sprach ein Machtwort und betonte, dass man mit Schweeger auch über 2014 hinaus weiterarbeiten wolle. Im Gespräch ist jetzt eine Vertragszeit, die deutlich unter fünf Jahren liegt.
Hannovers SPD-Chef Kirci fordert zudem, dass die Kulturveranstaltungen in Herrenhausen künftig besser aufeinander abgestimmt werden müssen. „Wir brauchen jemanden, der die Federführung übernimmt“, sagt Kirci. Das sei aber keinesfalls Aufgabe von Schweeger, die allein für die Kunstfestspiele verantwortlich bleiben soll.
Damit schließt sich Kirci der Meinung der CDU an. CDU-Kulturexperte Oliver Kiaman hatte im Sommer gefordert, das „Chaos“ in Herrenhausen zu beenden und eine Art Herrenhausen-Manager zu inthronisieren. Tatsächlich wird die Lage in Herrenhausen unübersichtlich. Für die Gärten, das Kleine Fest, den Feuerwerkswettbewerb, die Kunstfestspiele und das neue Schlossmuseum gibt es jeweils eigene Chefs.
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