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Aus der Stadt Die Parteien plakatieren noch am Abend um
Hannover Aus der Stadt Die Parteien plakatieren noch am Abend um
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00:18 27.09.2017
Von Andreas Schinkel
Quelle: Dröse
Hannover

Das Ziel der Parteien: Sie wollen dafür sorgen, dass es bei der Landtagswahl um andere Inhalte geht als bei der Bundestagswahl. Das wird auch nötig sein. In Hannover und Umland haben die großen Parteien kräftig Federn gelassen.

Nach der Bundestagswahl ist vor der Landtagswahl: Die Parteien beginnen noch am Sonntagabend mit dem Umplakatieren.

Hannovers SPD-Chef Alptekin Kirci sagte am Abend, in der Opposition könne die SPD ihr „linkes Profil als Volkspartei schärfen“. Insgesamt sei das Wahlergebnis enttäuschend. „Die Große Koalition wurde abgewählt, die Nazis sind stark im Bundestag vertreten“, sagte er mit Blick auf die AfD. In Hannovers CDU bleibt man trotz der Verluste auf Bundesebene gelassen. Mit Rückgängen habe man gerechnet, sagt Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer. Die Stimmung sei aber „nicht so schlecht bei uns“.

Gute Stimmung bei Grünen und FDP, lange Gesichter bei der SPD: So reagieren die Politiker in Hannover auf die Prognosen der Bundestagswahl.

Die hannoverschen Christdemokraten fürchten jedoch um den Einzug von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen in den neuen Bundestag. Zwar steht sie auf Platz eins der Landesliste, doch wenn die CDU sehr viele Direktmandate holt, könnte die Landesliste gar nicht mehr ziehen.

Der hannoversche Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler wird dem Bundestag über sein Listenmandat erneut angehören. Das gilt auch für Listenkandidaten von FDP und AfD. „Unser gutes Ergebnis und die Wahl von Grigorios Aggelidis und Ulla Ihnen in den Bundestag feiern wir“, sagte Hannovers FDP-Chef Patrick Döring. Auch Hannovers AfD-Chef Jörn König frohlockt. „Das ist das beste Ergebnis, mit dem eine neue Partei je in den Bundestag eingezogen ist“, sagt er. Er zieht über den Listenplatz in den Bundestag. Die Linken in Hannover sind zufrieden mit ihrem Ergebnis.

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