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Maschseefest soll umweltfreundlicher werden

Weniger Müll Maschseefest soll umweltfreundlicher werden

Weniger Abfall, Verwendung von Mehrweggeschirr und mehr Öko-Produkte – SPD und Grüne im Rat fordern, dass das Maschseefest umweltfreundlicher wird. Zudem soll der Veranstalter darauf achten, dass an den Ständen der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde gezahlt wird.

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Umweltfreundlicher und sicherer soll das Maschseefest werden.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Eine ganze Reihe von Forderungen will die rot-grüne Ratsmehrheit im neuen Vertrag zwischen der Stadt und dem Maschseefest-Organisator, die Hannover Veranstaltungsgesellschaft (HVG), verankern. "Die Stadt Hannover sollte sich auch bei einem so großen Ereignis umweltfreundlich präsentieren", sagt Grünen-Fraktionschefin Freya Markowis am Donnerstag im Ausschuss für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters. Bei der Auswahl der gastronomischen Stände sollten Anbieter bevorzugt werden, die aus der Region stammen und Produkte aus ökologischem Anbau verkaufen, meint Grünen-Umweltpolitiker Patrick Drenske.

Auch Radfahrer sollen berücksichtigt werden

Auch bei der Verkehrsführung sehen die Grünen Verbesserungsbedarf. Sie fordern ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern auf dem Rudolf-von-Bennigsen-Ufer. "Die Straße sollten auch Radfahrer benutzen dürfen", sagt Fraktionschefin Markowis. Der schmale Radweg auf der östlichen Seite des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers (dem Maschsee abgewandten Seite) könne den Radverkehr während des Festes nicht aufnehmen.

Zudem wünscht sich Rot-Grün, dass die HVG den Standbetreibern genauer auf die Finger schaut. Unternehmen, die wegen Lohndumpings oder anderer Straftaten und Ordnungswidrigkeiten aufgefallen sind und Einträge im Gewerbezentralregister aufweisen, "werden von der Platzvergabe bis zur Tilgung der Einträge ausgeschlossen", heißt es in dem rot-grünen Antrag.

Des weiteren fordert die Ratsmehrheit, dass die Gedenktafel an die NS-Zeit auf der Geibelbastion während des Fests sichtbar und erreichbar bleibt. Bisher ist die Bodenplatte während der Veranstaltung abgedeckt gewesen. "Denkbar ist, die Platte mit bruchsicherem Glas zu schützen", sagt Grünen-Kulturpolitiker Oliver Kluck.

Neuer Vertrag ist der Auslöser

Hintergrund der Debatte ist ein neuer Vertrag über die Ausrichtung des Fests. Dabei sollen vor allem die Sicherheitsbestimmungen genau geregelt werden: Fluchtwege, Meldeketten, Absperrmöglichkeiten, Beleuchtung und Lautsprecherdurchsagen für den Fall einer Massenpanik. „Wir haben schon zuvor die Sicherheitsbestimmungen eingehalten“, betont HVG-Chef Hans Nolte. Spätestens seit dem Unglück bei der Love Parade in Duisburg 2010 mit etlichen Todesopfern nach einer Massenpanik wird bei großen Veranstaltungen stärker auf Sicherheit geachtet. In eine bundesweite Gesetzgebung sind die neuen Richtlinien nach den Ereignissen von Duisburg aber erst kürzlich eingeflossen. „Der neue Vertrag nimmt die Bundesgesetze jetzt auf“, sagt Nolte. 

Um die Sicherheit bei Konzerten auf dem Fest zu erhöhen, will die HVG das Nordufer rund um die Bühne bei Bedarf kurzfristig absperren lassen. Damit soll Gedränge vermieden werden, wie es im vergangenen Jahr beim Konzert von Johannes Oerding auftrat.

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