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SPD will Kliniken in Lehrte und Burgwedel erhalten

Medizinstrategie 2020 SPD will Kliniken in Lehrte und Burgwedel erhalten

Die SPD hat sich auf einen Erhalt der Krankenhäuser in Großburgwedel und Lehrte festgelegt. Sie lehnt damit Pläne der Klinikums-Geschäftsführung für eine Schließung der beiden Kliniken und der Errichtung eines Neubaus auf der grünen Wiese ab.

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Was wird aus den Standorten Großburgwedel und Lehrte?

Quelle: Archiv

Hannover. Nur wenige Stunden nach der Sitzung des Klinikums-Aufsichtsrats hat sich die SPD bereits auf einen Erhalt der Krankenhäuser in Großburgwedel und Lehrte festgelegt. Damit lehnt die Partei den von der Geschäftsführung des Klinikums bevorzugten Neubau eines Krankenhauses auf der grünen Wiese und die damit verbundene Schließung der Kliniken in Großburgwedel und Lehrte ab.

Die SPD befürwortet offenbar einen Klinikneubau in Großburgwedel und den Erhalt des Krankenhauses in Lehrte. Das ist das Ergebnis eines Treffens am Freitagabend in der hannoverschen Parteizentrale in der Odeonstraße. Daran hatten neben SPD-Politikern aus Burgwedel und Lehrte auch Unterbezirkschef Matthias Miersch und die Regionsfraktionsvorsitzende Silke Gardlo teilgenommen. Durch die Festlegung der SPD ist offenbar bereits eine Vorentscheidung gefallen, die Partei stellt in der Regionsversammlung die Mehrheitsfraktion.

Am Freitag hatte eine interne Arbeitsgruppe des Klinikums dem Aufsichtsrat vier Varianten vorgestellt. Der SPD gefällt offenbar jedoch keine der unterschiedlichen Möglichkeiten. In der Partei ist daher davon die Rede, zwei Varianten zu kombinieren. Konkret befürworten die Sozialdemokraten einen Neubau des Großburgwedeler Krankenhauses. Der Platz ist vorhanden, vor einigen Jahren wurde auf dem Klinikgelände der Neubau eines Bettenhauses in letzter Minute gestoppt. Nach dem Willen der Mehrheitsfraktion in der Regionsversammlung soll das Lehrter Krankenhaus allerdings nicht - wie in der Variante des Klinikums vorgesehen - verkleinert, sondern aufgewertet werden. Der Burgwedeler Bürgermeister Axel Düker und der Lehrter Bürgermeister Klaus Sidortschuk (beide SPD) begrüßten, dass ihre Partei sich für den Erhalt der beiden Standorte einsetzt. Fraktionschef Gardlo meinte, jetzt müsse es Zahlen über Investitions- und Folgekosten geben.

Die kurzfristige Festlegung hat beim Koalitionspartner der SPD in der Regionsversammlung, den Grünen, gestern Irritationen ausgelöst. „Das scheint mir ein bisschen früh zu sein“, meinte die neue Fraktionsvorsitzende Brigitte Nieße. Noch fehlten viele Informationen zu den unterschiedlichen Varianten.

Auch die CDU reagierte überrascht auf die schnelle Festlegung. „Es bleibt zu hoffen, dass es sich hierbei nicht um eine Nebelkerze handelt, um über die Kommunalwahl 2016 zu kommen“, betonte der Chef der CDU-Regionsfraktion, Bernward Schlossarek. Fraktion und Partei hätten sich immer dafür eingesetzt, die Krankenhausstandorte in Lehrte und Burgwedel zu stärken. „Eine Kannibalisierung oder Schließung der beiden Krankenhausstandorte im Osten der Region lehnen wir ab“, meinte er. Die wohnortnahe medizinische Versorgung der Bürger müsse im Vordergrund stehen.

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