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Nach Kommunalwahl 2011

SPD will 
Wohnungsbau
 steuern

Von Andreas Schinkel

Nach der Kommunalwahl 2011 will die SPD zusammen mit den Grünen „steuernd in die Wohnungswirtschaft eingreifen“, wie es der Bauexperte der Ratsfraktion, Thomas Hermann, formuliert.

„Der Wohnungsmarkt wird sich in den kommenden Jahren verändern, und wir müssen darauf reagieren“, meint er. Voraussetzung sei freilich, dass beide Parteien dann wieder eine Mehrheit im Rat haben, aber das, da ist Hermann optimistisch, werde man schon schaffen. Um den Blick auf den hannoverschen Wohnungsmarkt auf eine solide Datenbasis zu stellen, haben Sozialdemokraten und Grüne schon jetzt einen Antrag formuliert, in dem sie die Verwaltung auffordern, mehrere Studien zu erstellen. Wie hoch ist der Bedarf an Wohnungen für junge Familien oder für Senioren, die aus dem Umland in die Stadt zurückziehen? Und wo liegen eigentlich die Gründe für Leerstände? Solchen Fragen sollen die Forscher nachgehen.

Eineinhalb Jahre, so vermutet Hermann, wird es brauchen, bis diese Fragen beantwortet sind. Die Kosten für die Gutachten schätzt er auf einen hohen fünfstelligen Betrag. „Die Wohnungswirtschaft hat bereits signalisiert, dass sie der Stadt finanziell zur Seite stehen wird“, sagt der SPD-Ratsherr. Schließlich werden die Immobiliengesellschaften auch Nutznießer der Datenerhebung sein.

Mit ihrem „Wohnkonzept 2020“ reagieren die Sozialdemokraten auch auf die Zahlen im neuesten Bildungsbericht der Stadt. In ärmeren Stadtteilen, in denen viele sozial schwache Familien leben, bekommen wesentlich weniger Kinder eine Gymnasialempfehlung als in wohlsituierten Vierteln, heißt es in dem Bericht. „Wir wollen auch baupolitisch dafür sorgen, dass sich die sozialen Milieus in den Stadtteilen besser durchmischen“, betont Hermann. So müsse es etwa in der Südstadt weiterhin bezahlbaren Wohnraum auch für einkommensschwächere Familien geben und nicht nur Luxuswohnungen wie die kürzlich errichteten „Vasati“-Appartments der Wohnungsgenossenschaft Gartenheim. Umgekehrt sollten in Vierteln wie Sahlkamp oder Hainholz künftig nicht nur Sozialwohnungen entstehen.

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