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Aus der Stadt juuuport klärt Jugendliche über Datenklau auf
Hannover Aus der Stadt juuuport klärt Jugendliche über Datenklau auf
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00:17 12.02.2016
Im Netz und voll im Bild: Naomi Kahsnitz (li.) und Julia Petri. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

„Was mache ich, wenn Bilder von mir gestohlen werden?“, fragt ein anonymer User im Live-Chat der Plattform juuuport. „Wenn Informationen von mit preisgegeben werden, mit denen ich nicht einverstanden bin?“ In Zeiten von sozialen Netzwerken müssen sich viele Jugendlichen mit Datenklau auseinandersetzen.

Die juuuport-Scouts Naomi Kahsnitz und Julia Petri wissen Rat: Nutzt jemand unerlaubt das Bild einer anderen Person, verstößt das gegen dessen Recht am eigenen Bild. Der Betroffene kann also Strafanzeige wegen des Verstoßes stellen. Empfehlenswert ist es aber immer, mit demjenigen zu sprechen, der das Bild unerlaubt verwendet – wenn man denn weiß, wer es ist. Hilft das Gespräch nicht, sollten Betroffene eine neutrale Person wie Eltern, Freunde oder auch Lehrer hinzuziehen. Erst wenn die Situation auch dann nicht lösbar ist, bleibt keine Wahl, als zur Polizei zu gehen.

Am Dienstag war der internationale Safer Internet Day 2016 – der Tag des sicheren Internetzes. Deshalb haben die juuuport-Scouts Kahsnitz und Petri – ihre Initiative ist ein Projekt der niedersächsischen Landesmedienanstalt – einen anderthalbstündigen Live-Chat angeboten, in dem sie Jugendliche zum Thema Datenklau beraten haben. Das Angebot kam gut an. „Wir hatten etwa 50 Anfragen. Die Mädchen kamen kaum hinterher“, bilanziert Pressereferentin Lea Käßmann zufrieden. Es war der erste Live-Chat von juuuport. „Wir befinden uns noch in der Testphase“, sagt Käßmann. „Aber wir planen eine Kooperation mit dem Weißen Ring, um öfter solche Live-Beratungen anbieten zu können.“ Diese sollen dann zu für Schüler praktischeren Zeiten am Abend liegen. Am Dienstag fand der Chat von 10 bis 11.30 Uhr statt. Dass trotzdem so viele Jugendliche teilnehmen konnten, erklärt sich Käßmann dadurch, dass juuuport mit vielen Schulen bundesweit kooperiert. „Da haben die Lehrer ihre Schüler eventuell auch dazu aufgerufen mitzumachen“, sagt Käßmann.

Besonders zum Thema Cybermobbing haben Jugendliche oft viele Fragen. „Etwa 80 Prozent der Anfragen beziehen sich darauf“, sagt Sabine Mosler, die Vorsitzende von juuuport. „Aber auch Datenklau und Abzocke im Internet sind wichtige Themen.“ Außerhalb der Liveaktionen können sich Jugendliche immer über das Forum auf der Internetseite www.juuuport.de an die 20 ausgebildeten Scouts wenden. Diese sind selbst noch Jugendliche im Alter von 15 bis 21 Jahren. Schließlich ist die Idee hinter juuuport, eine Plattform zu schaffen, auf der Jugendliche einander gegenseitig helfen können. Insgesamt hat die Organisation schon etwa 120 Jugendliche zu juuuport-Helfern ausgebildet. Dazu besuchen sie eine dreitägige Schulung und mehrere Arbeitstreffen im Jahr. „Wenn ein Scout mal nicht weiterkommt, kann er sich immer an unsere Fachleute wenden“, sagt Mosler. „Wir haben einen Psychologen, eine Juristin und eine Pädagogin, die die Scouts unterstützen.“     

Von Johanna Stein

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