Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Safia S. sollte Polizisten im Bahnhof erschießen

Messer-Attentat Safia S. sollte Polizisten im Bahnhof erschießen

Die terrorverdächtige Schülerin Safia S. ist offenbar gezielter als bislang bekannt über eine Handy-App von einem Mitglied des IS auf die Messerattacke im Hauptbahnhof vorbereitet worden, als bislang bekannt. So soll es der Plan gewesen sein, die Dienstwaffe des Bundespolizisten zu entreißen und ihn zu erschießen.

Voriger Artikel
Stadtbahn wird aus Kanada nach Hannover transportiert
Nächster Artikel
Und plötzlich ist die Apotheke weg

Nach dem Angriff mit dem Messer sollte Safia dem Bundespolizisten die Waffe entreißen und ihn erschießen.

Quelle: Elsner/Polizei/Montage

Hannover. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat die damals 15-Jährige Safia noch am Tag vor dem Anschlag auf den Bundespolizisten über einen Messenger-Dienst konkrete Anweisungen von einer IS-Anhängerin erhalten, die sich „Leyla“ nannte. Die Schülerin sollte, dem Bericht zufolge, einen Polizisten unter einem Vorwand in eine Ecke der Bahnhofshalle locken, zunächst mit einem Messer auf ihn einstechen, ihm dann die Dienstwaffe entreißen und dann ihn dann erschießen. Als Safia S. ihrer Chat-Partnerin erklärte, sie könne nicht mit einer Waffe umgehen, bat „Leyla“ ihre Hilfe an. Die Schülerin solle ihr ein Foto von der Waffe schicken, die Bundespolizisten für gewöhnlich im Dienst verwenden.

Eine 15-Jährige hat im Hauptbahnhof einen Beamten der Bundespolizei mit einem Messer attackiert und schwer verletzt.

Zur Bildergalerie

Dazu kam es offenbar nicht. Allerdings verschickte Safia S. an ihren IS-Kontakt ein Bekennervideo zu der Tat vom Hauptbahnhof.  Am Tag darauf erfolgte der Angriff auf den Beamten mit einem Gemüse- und mit einem Steakmesser. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen. Um wen es sich bei „Leyla“ handeln könnte, wissen die Ermittler bis heute nicht.

Auch die Attentäter von Ansbach und Würzburg sind nach Erkenntnissen der Polizei auf ähnliche Art und Weise vor ihren Taten von IS-Terroristen per Handy gecoacht worden, wie Safia. Die Sonderkommission „Juli“ des bayerischen Landeskriminalamts arbeitet unter der Führung des Generalbundesanwalts in Karlsruhe seit Monaten daran, die neuen Rekrutierungswege der Terrormiliz im Internet offen zu legen und die Chat-Partner der Attentäter zu identifizieren.

Bisherigen Erkenntnissen der Ermittler zufolge sucht der IS im Netz ganz gezielt nach Menschen, die anfällig für die Botschaften der Terroristen sein könnten. „Sie werden dann von mutmaßlichen Instrukteuren des IS angesprochen“, schreibt die Zeitung. Anschließend werden die Attentäter von ihren Kontaktleuten bei der Auswahl möglicher Ziele beraten und zu ihren Taten regelrecht motiviert. Die Ermittler sprechen von einer „perfekten Symbiose zwischen dem Siegeszug der sozialen Medien und einer neuen Form des Terrorismus. Der Prozess gegen Safia S. soll im Oktober vor dem Oberlandesgericht Celle beginnen. Obwohl die Schülerin bei ihrer Tat erst 15 Jahre alt gewesen ist, besteht nach Auskunft des Gerichts dennoch die Möglichkeit, dass Verfahren öffentlich zu führen. Denn mitangeklagt ist der 19-jährige Mohamad Hassan K. aus Misburg, weil er von Safias Tat gewusst und sie nicht verhindert hatte. K. gilt als heranwachsend, so dass aus diesem Grund nach dem Gesetz eine öffentliche Verhandlung des Falls möglich ist.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Radikale Islamisten

Sie sind jung, sie sind radikale Islamisten, sie sind offenbar gewaltbereit – und sie kennen sich gut: Hannover ist die Heimat einer Terrorzelle, die der Polizei große Schwierigkeiten macht. Fest steht: Es gibt derzeit mindestens eine Frau und vier Männer aus Hannover, die im Verdacht stehen, Terroranschläge verübt oder geplant zu haben.

mehr
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Die Mega 90er-Party in der TUI-Arena

Fun Factory, Captain Hollywood Projekt oder Culture Beat: Bei der Mega 90er-Party haben die Musikgrößen der Neunziger in der TUI-Arena die gute alte Zeit wieder aufleben lassen. Und das Publikum feierte ungenierte zu den Beats seiner Jugend.