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Sanierung der Fritsch-Kaserne in Hannover liegt auf Eis

Entwickler ist ausgeschieden Sanierung der Fritsch-Kaserne in Hannover liegt auf Eis

Kein Baufortschritt an der Freiherr-von-Fritsch-Kaserne in Hannover: Offenbar gibt es bereits seit Monaten große Probleme mit der geplanten Sanierung und Umnutzung des 260.000 Quadratmeter großen Geländes an der General-Wever-Straße.

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Neuer Stillstand droht: Die Freiherr-von-Fritsch-Kaserne.

Quelle: Kris Finn

Hannover. Noch im Februar hatte das Berliner Büro des Projektentwicklers Stefan Gräf auf Anfrage dieser Zeitung mitgeteilt, dass es „keine nennenswerten Probleme“ gebe. Nach HAZ-Informationen war Gräf zu dem Zeitpunkt längst aus dem Projekt ausgeschieden.

Eigentlich hätten die Sanierungsarbeiten an den alten Kasernengebäuden Anfang des Jahres starten sollen. Unter anderem war geplant, dort Wohnraum für Senioren mit Betreuungsbedarf einzurichten. In weiteren Bauabschnitten waren ein größerer Einkaufsbereich sowie insbesondere bis zu 220 Einfamilien- und Stadthäuser im Westteil der weitläufigen Anlage geplant. Unbestätigten Informationen zufolge soll es jetzt genau in diesem Bereich starke Kontaminationen im Boden geben, von denen vorher nichts bekannt war. 50 Millionen Euro wollte Gräfs Berliner Ingenieurbüro IGP mithilfe von drei israelischen Geldgebern investieren, um die Flächen zur Baureife zu bringen. Dem Vernehmen nach hat man sich jetzt aber voneinander getrennt, nachdem die zusätzlichen Kostensteigerungen durch die Altlasten bekannt wurden. Fakt ist, dass die Firma Städtebau Consulting (Scon) die Aufgaben der IGP übernommen hat. Joachim Stöhr von Scon sagt, vor 2012 werde es kaum zu einem Baustart kommen.

Die Stadtverwaltung allerdings hat im Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide nichts von all diesen Problemen berichtet. Für den Umbau der ursprünglichen Bausubstanz aus dem Jahr 1927 zu Bürogebäuden lägen bereits Genehmigungen vor, berichtete dort ein Mitarbeiter den Kommunalpolitikern. Für den geplanten Einfamilienhausbereich im Westen hingegen werde derzeit am Planungsrecht gearbeitet. Zudem müsse ein städtebaulicher Vertrag ausgearbeitet werden, der die Rechte und Pflichten der Grundeigentümer regele. Ansprechpartner für die Stadt sei weiterhin die Berliner Firma IGP.

Das 1927 angelegte Kasernengelände steht seit dem Jahr 2000 leer. Die Polizei nutzt es für Einsatzübungen, das Staatstheater spielt dort ambitionierte Stücke. Das Areal leidet zunehmend unter Verwahrlosung und Vandalismus. 2009 war die IGP mit dem Versprechen aufgetreten, das Gelände zur sogenannten Gartenstadt Nord zu entwickeln, ein großzügiger Grüngürtel sollte das Gelände zwischen Bothfeld und Sahlkamp aufwerten. Jetzt sieht alles danach aus, dass aus dem schönen Plan für längere Zeit nichts wird.

Tanja Piepho und Conrad von Meding

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