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Aus der Stadt Großes Sanierungsprogramm für die IGS
Hannover Aus der Stadt Großes Sanierungsprogramm für die IGS
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00:16 17.06.2018
Schulsanierung in den Sommerferien Quelle: Nico Herzog
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Linden

Die IGS Linden wird umfassend saniert. In der vorherigen Sitzung des städtischen Wirtschaftsausschusses stellte die Verwaltung die anstehenden an den Schulgebäuden vor. Unter anderem muss bei der Sporthalle der Brandschutz verbessert und eine Brandmeldeanlage eingebaut werden. Dort soll auch der Schwingboden ausgetauscht werden, zudem erhällt die Halle eine neue Tribüne.

An der Außenstelle der Schule in der Beethovenstraße werden eine Rettungstreppe sowie ein Aufzug an das Gebäude herangebaut. Die Stadt plant dort außerdem den Neubau der Cafeteria in den Räumen der Gymnastikhalle. Dort steht auch eine umfassende Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume an. Nach dem Abschluss der Arbeiten befinde sich der Standort auf einem guten Stand, sagte ein Verwaltungsmitarbeiter.

Besser Lärmschutz zum Schnellweg hin

Auch im Hauptgebäude der Schule steht unter anderem aus Gründen des Brandschutzes eine umfassende Sanierung bevor. Unter anderem wird die Fassade zum Westschnellweg erneuert, auch um dort einen besseren Lärmschutz zu erhalten. In den zum Schnellweg angrenzenden Räumen soll auch eine Lüftungsanlage eingebaut werden. Die Verwaltung will zudem dem Freizeitbereich erneuern und bisher nicht genutzte Räume wieder herstellen. Geplant ist auch eine Sanierung der Toilettenanlagen. Auf dem Schulhof will die Stadt zusätzliche Räume bauen, um die Ihmeschule als Ausweichquartier für die IGS zu ersetzen. Außerdem erhält die Schule einen Aufzug.

Im Anschluss an die Präsentation der Verwaltung gab es einen kurzen Disput um einen Antrag des Rathausbündnisses aus SPD, Grünen und FDP. Die drei Fraktionen hatten beantragt, dass die Verwaltung bis zum November darlegen solle, wie die IGS Linden baulich gestaltet werden kann.

Die Verwaltung wird beauftragt, bis Ende November 2018 darzulegen, wie die IGS Linden baulich gestaltet werden kann (Sanierung oder Neubau). Ziel soll es sein, dass die Schule ihr pädagogisches Konzept langfristig räumlich sichern und umsetzen kann. SPD-Ratsherr Florian Spiegelhauer sagte zu Begründung, die Schule brauche eine langfristige Perspektive. Ratsherr Maximilian Oppelt erwiderte, es handele sich um einen reinen „Show-Antrag“. SPD und Grüne hätten „viele Jahre lang die bauliche Entwicklung der IGS Linden verdaddelt.

Kommentar: Gute Nachrichten für marode IGS

Sie sind nicht zum ersten Mal im Rathaus vorstellig geworden. Schon öfter haben Schüler und Eltern der IGS Linden die Politiker nachdrücklich auf ihre Probleme hingewiesen. Einmal kamen sie sogar mit Schirmen in die Ausschusssitzung, um auf das marode Dach ihres Schulgebäudes aufmerksam zu machen. Nun zeigt sich, dass die Proteste nicht ungehört verhallt sind: Die Stadt hat einen Sanierungsplan vorgestellt, in dem die von den Betroffenen am dringendsten geforderten Punkte enthalten sind – die Sanierung der Toiletten, zusätzliche Räume als Ersatz für die Ihmeschule, weitgehende Barrierefreiheit und besserer Brandschutz (Seite 2). Das sind endlich einmal eine gute Nachrichten.

Nun kommt es darauf an, dass die Stadt Eltern, Schüler und Lehrer bestmöglich in die Planungen einbindet. In der Vergangenheit haben Vertreter der Schule nicht zuletzt beklagt, keine oder zu wenige Informationen aus den Ämtern zu bekommen. Und es zeigt sich, dass die schon häufig Enttäuschten den guten Nachrichten noch nicht so ganz trauen. Am kommenden Dienstag wollen sie noch einmal in einem Protestzug vors Rathaus marschieren. Ein verlässlicher Zeitplan für die Sanierung ist eine der zentralen Forderungen. Aber auch die Option eines Neubaus für die IGS wollen sie weiterhin ins Gespräch bringen. Dafür wäre mindestens ein stattlicher zweistelliger Millionenbetrag fällig, den die Stadt bisher nicht eingeplant hat. Auch in der Ratspolitik wird inzwischen darüber diskutiert, ob ein Neubau am Ende nicht wirtschaftlicher sein könnte. Diese Überlegungen sollten Stadt und Politiker weiter prüfen.

Von Juliane Kaune

Von Mathias Klein

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