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Aus der Stadt Sanierung der Raschplatz-Hochstraße rückt immer näher
Hannover Aus der Stadt Sanierung der Raschplatz-Hochstraße rückt immer näher
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07:29 24.04.2013
Die marode Raschplatz-Hochstraße soll saniert werden. Der Bezirsrat Mitte hat dem Projekt zugestimmt. Quelle: Ralf Decker (Archiv)
Hannover

Gibt es auch in den anderen politischen Gremien keinen Widerspruch, dann wird in den nächsten beiden Jahren jeweils eine Fahrbahnseite saniert. Die Entscheidung, ob die triste Betonoberfläche anschließend künstlerisch gestaltet werden soll, wurde aber zunächst vertagt.

Das ab 1968 errichtete Brückenbauwerk ist stark in die Jahre gekommen. Überall hat sich Feuchtigkeit ihre Wege in den Beton gesucht, lässt den Stahl im Inneren aufblühen und sprengt Risse auf. Die Beleuchtung in den Seitenbrüstungen funktioniert schon lange nicht mehr ordentlich, vor allem aber sind tragende Teile der tonnenschweren Konstruktion kaputt. Instandsetzungen sind an den Widerlagern und ihren Stützwänden nötig, Wasser tritt in den Hohlkasten des insgesamt 520 Meter langen Brückenbauwerks ein, Trägerkonstruktionen und Dichtungsprofile sind schadhaft. Die Stadt betont allerdings, dass die Substanz „in einem guten Zustand“ sei. Sie hatte die Hochstraße ursprünglich abreißen lassen wollen, weil große Brücken im Stadtzentrum als nicht mehr zeitgemäß gelten. Seit aber der kreative Versuch gescheitert ist, den teuren Abriss und anschließenden Straßenumbau über den Etat des Stadtbahnausbaus (D-Linie) zu finanzieren, hat man sich doch wieder auf die Reparaturvariante besonnen.

Im Bezirksrat hat die Bauverwaltung das Mammutprojekt vorgestellt. Dort wurde auch darauf verwiesen, dass die zweijährige Bauphase dazu dient, Verkehrsprobleme zu verhindern, weil stets eine Hälfte der Brücke geöffnet bleibt. Das benötigte Geld war bereits im Haushalt 2012 eingeplant und wird als Rückstellung fortgeschrieben.

Debatte zur Farbe: Diskussionen gab es im Bezirksrat vor allem zu den Überlegungen, die Brücke nach der Sanierung bunt zu gestalten. In der Sache waren sich alle einig, dass der Betonkoloss Farbe vertragen könne - über Nuancen aber gab es Disput. Die CDU-Fraktion forderte von der Verwaltung ein Konzept zur künstlerischen Gestaltung. Die FDP legte sich auf einen Künstler fest und forderte, die Stadt solle das Konzept mit dem Künstler Andora erarbeiten - der hat bereits einen Entwurf für eine allerdings sehr kleinteilig-grellbunte Gestaltung vorgelegt. Rot-Grün dagegen forderte die Stadt auf, einen Wettbewerb zur Gestaltung der Konstruktion zu veranstalten, an der auch Einwohner beteiligt werden können. Dafür wiederum sah die FDP keinen Grund. Das Farbthema wurde schließlich nach intensiver Aussprache vertagt. Auf Vorschlag des neuen Bezirksbürgermeisters Norbert Gast (Grüne) haben die Fraktionen beschlossen, sich bis zur nächsten Sitzung auf einen gemeinsamen Vorschlag zu einigen.

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