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Scharfe Kritik an Sparplänen für die Krippen

Sparpläne im Land Scharfe Kritik an Sparplänen für die Krippen

Der Sozialdezernent der Region nennt Sparpläne des Landes „inakzeptabel“. Weil es mehr Kinder gibt als erwartet, soll die Landesförderung für Krippenplätze sinken. Was das für Eltern heißt, ist noch unklar.

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Die Region befürchtet, dass die neuen Förderregeln den Krippenausbau ausbremst. 

Quelle: Julian Stratenschulte

Hannover. Erwin Jordan, Sozialdezernent der Region Hannover, übt scharfe Kritik an den Sparplänen des Landes beim Krippenausbau: „Die Kürzung kommt für uns völlig überraschend. Die Region Hannover ist seit vergangenem Jahr in der Baukostenförderung für Krippenplätze für das Land eingesprungen“, sagt der Grünen-Politiker. „Dass die neue Richtlinie auf niedrigerem Förderniveau als vorher sein soll, ist nicht akzeptabel.“

Jordan: „Kürzung inakzeptabel“

Laut der neuen Landesrichtlinie, die noch bis Anfang Mai in der Anhörung ist, sollen Städte und Gemeinden für neue Krippenplätze nur noch jeweils 9500 statt bislang 12.500 Euro bekommen und mindestens 10 Prozent der Kosten selbst tragen. Bei den Tagesmüttern sollen die Zuschüsse von 4000 auf 2500 Euro pro Platz sinken. Grund: Die Zahl der Kinder ist zuletzt überraschenderweise gestiegen, die Kostenerstattung jedoch steigt nicht mit. Für die Region Hannover würden dadurch pro Krippenplatz Mehrkosten von 2500 Euro entstehen. Die Region ist für 4146 Krippenplätze in 16 der 21 Regionskommunen zuständig - allen außer Hannover, Burgdorf, Lehrte, Laatzen und Langenhagen. Anträge für weitere 1108 Krippenplätze liegen derzeit vor.

Land: „Fördern so viel wie nie“

„Mit der neuen Förderrichtlinie fördert das Land die höchste Anzahl an Krippenplätzen mit der höchsten Gesamtfördersumme, die es jemals gab“, entgegnete eine Sprecherin des Kultusministeriums. 11.705 Plätze will das Land bis zum Sommer 2019 mit rund 107 Millionen Euro schaffen, für weitere 800 Plätze werden noch einmal 8,2 Millionen Euro ausgegeben. Das Land stehe damit zu seiner Verantwortung beim Ausbau der Plätze.

Grundsätzlich handelt es sich um Bundesmittel, die das Land dann an die Kommunen weiterleitet. In der Region werden 53,6 Prozent der Kinder unter drei Jahren in einer Krippe betreut. Damit liegt die Quote deutlich über dem Landesschnitt von 28,6 Prozent. Angestrebt wird bis 2020 ein Wert von 35 Prozent. Bei der Stadt Hannover hält man sich mit der Kritik zunächst zurück. Man werde sich die Überlegungen des Landes genauer anschauen und mit den anderen Kommunen beraten, sagte ein Stadtsprecher. Generell könne der Krippenausbau auch künftig nicht allein von den Kommunen geschultert werden. In Hannover sind derzeit 520 neue Krippenplätze in Planung. Welche Kosten dabei auf die Stadt zukommen, ist aber unklar, weil die Plätze auf unterschiedliche Weise entstehen: über freie Träger, über eine öffentlich-private Partnerschaft, durch Anmietung oder Eigenbau.

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