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Aus der Stadt Das Blut des „Bambikillers“ war echt
Hannover Aus der Stadt Das Blut des „Bambikillers“ war echt
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12:41 12.10.2014
Von Michael Zgoll
Quelle: Dillenberg
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Hannover

Sicher ist das Catchen schon immer eine mehr oder weniger gelungene Stuntshow gewesen, und sicher sind viele fürchterlich fiese Tritte, Schläge, Hebel und Bisse nur angedeutet. Das Blut aber, das dem letztendlich siegreichen „Bambikiller“ Chris Raaber im Finalkampf gegen den Briten Douglas Williams über das Gesicht floss und auf den Hallenboden tropfte, war echt. Warum lässt sich der Hüne aus Österreich auch außerhalb des Rings gegen einen Beleuchtungsmast schmettern? Genauso echt waren die Würfe und Schleudereinlagen, die 16 Muskelmänner beim dreitägigen „Power-of-Wrestling“-Weltcupturnier sichtlich ins Schwitzen brachten und vom Publikum oft mit Johlen und Klatschen honoriert wurden. Anlass für das krachlederne Spektakel bot ein Jubiläum: 50 Jahre Catchen auf dem Schützenplatz.

Auch wenn die Stimmung sicher nicht so überbordend war wie so häufig in den sechziger bis neunziger Jahren, als die Catcher das Volk viele Wochen am Stück unterhielten, durften sich zumindest die grimmig dreinschauenden Publikumslieblinge an der lautstarken Unterstützung ihrer Fans erfreuen. Veranstalter Jörg Vespermann und der frühere Weltcupsieger und Organisator Tony St. Clair hatten das Spektakel bestens im Blick: Sie saßen neben den Ringrichtern ganz nah an den Seilen. Drei Tage lang konnte man im Bierzelt Leiter- und Teamkampf wie Junioren-Wrestling oder Kindercatch-Training begucken; zumindest am Sonnabend war das Zelt mit rund tausend Zuschauern sogar ausverkauft. „Nach aktueller Planung werden wir in Hannover 2015 wieder ein Turnier sehen“, sagte Pressesprecher Andreas Barthel. Dies werde aber auch nur wenige Tage dauern – die Glanzzeiten der wochenlangen Gladiatorenkämpfe sind schlichtweg vorbei.

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