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Schlägerei bei Polka-Party im RP5 am Raschplatz

Sicherheitsleute zahlen Schmerzensgeld Schlägerei bei Polka-Party im RP5 am Raschplatz

Eine derbe Prügelei zwischen Türstehern und einem Gast des Raschplatz-Clubs RP5 landete vor Gericht. Als sich zwei Männer bei einer Polka-Feier eine Auseinandersetzung lieferten, griffen die Sicherheitsleute ein - offenbar zu heftig. Nun müssen sie 2500 Euro Schmerzensgeld für ein zerrissenes Jacket und ein kaputtes Handy zahlen.

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Der Ort der Auseinandersetzung: das RP5 am Raschplatz.

Quelle: Archiv/Decker

Der Ärger um sein zerrissenes Jacket ist einen Sicherheitsmann teuer zu stehen gekommen. 2000 Euro muss der 42-Jährige einem jungen Mann als Schmerzensgeld zahlen, den er während seiner Arbeit in einer Disko zu hart angegangen ist. Der Mitangeklagte Marc W. soll dem Opfer 500 Euro zukommen lassen. Angeklagt waren Zoran G. und sein Kollege vor dem Amtsgericht jedoch sogar wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung. Das ließ sich nicht halten. Das Schöffengericht unter Leitung von Richter Koray Freudenberg stimmte am Dienstag einer Einigung zwischen dem Opfer und den Angeklagten zu und stellte das Verfahren vorläufig ein. Wenn beide innerhalb von sechs Monaten zahlen, bleiben die bisher nicht vorbestraften Männer ohne Verurteilung.

Die Anklage klingt zunächst ganz anders. Im Nachtclub RP5 am Raschplatz läuft an dem fraglichen Abend im Juni 2014 eine sogenannte Polka-Party. Zoran G. und Marc W. sind als Security-Leute im Hauptsaal im Einsatz, als kurz nach 24 Uhr zwei junge Männer eine Schlägerei beginnt – Freund und Ex-Freund einer jungen Frau, die ebenfalls in der Disko feiert. Um die Prügelnden bildet sich schnell eine Menschentraube, Zoran G. geht zwischen die Kontrahenten und versucht, sie zu trennen. Der aggressive Ex-Freund greift daraufhin den massigen Security-Mann an. „Als beide zu Boden gegangen waren, wurden Jacket und Handy meines Mandanten beschädigt“, berichtet Anwalt Detlev Binder, der Zoran G. vertritt.

Die beiden Sicherheitsleute schaffen den Angreifer aus dem Saal und haben offenbar Mühe, ihn zu bändigen. „Er war überhaupt nicht zu beruhigen, hat gezappelt und geschlagen“, sagt Marc W. Im Backstage-Bereich bringen sie den jungen Mann auf den Boden und halten ihn fest. Mehrere Mitarbeiter und Gäste sind dem Trio gefolgt.

Wie ruppig die Sicherheitsleute mit dem späteren Nebenkläger umgegangen sind, lässt sich im Prozess nicht eindeutig klären. „Wir unterstellen, dass es Schläge auf den Brustkorb gab. Allerdings ist der Nebenkläger nicht ganz unschuldig“, betont Richter Koray Freudenberg. Der alkoholisierte Mann, der Prellungen an Rippen und Fuß, Nasenbeinbruch und Schädel-Hirn-Trauma davonträgt, habe die Angeklagten provoziert. Und manche Verletzungen können durchaus von der vorhergehenden Prügelei stammen.

Ein Raub, wie zuerst unterstellt, hat jedoch nicht stattgefunden. Marc W. hatte sich von dem Disco-Gast zur Identifizierung seinen Reisepass aushändigen lassen. Sein Kollege räumt ein, dass er dem Mann das Handy weggenommen hat. Es sollte als Pfand dienen, damit der Raufbold mit Bargeld einen Teil des angerichteten Schadens ersetzt. Nicht legitim, aber durchaus glaubwürdig, urteilt der Richter.

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