Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt „Schlamperei“ bei Antrag von Fördermitteln für Sprengel-Anbau
Hannover Aus der Stadt „Schlamperei“ bei Antrag von Fördermitteln für Sprengel-Anbau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:07 27.06.2011
Von Andreas Schinkel
Im Herbst 2012 soll mit dem Sprengel-Anbau begonnen werden. Quelle: Rainer Surrey
Anzeige
Hannover

„Erst werden bei der Kalkulation zum Schlossneubau in Herrenhausen Brutto und Netto verwechselt, nun fehlen wichtige Unterlagen für den Fördermittelantrag“, sagte Toepffer. Dafür trage Kulturdezernentin Marlis Drevermann die Verantwortung. „Bei knappen Stadtfinanzen sollte man froh sein über jeden Fördertopf und das Möglichste tun, um an die Gelder zu gelangen“, meinte Toepffer.

Wie berichtet, hatte das Kulturdezernat die meisten für den Antrag notwendigen Unterlagen nicht fristgerecht eingereicht und um Verlängerung gebeten. Die NBank, Bewilligungsbehörde für die EU-Mittel, teilte am Montag mit, dass bisher nur eine Projektbeschreibung eingegangen sei, alle anderen Dokumente, etwa Lage- und Finanzierungspläne, stünden noch aus. „Wenn nichts kommt, werden wir zunächst andere Förderanträge bearbeiten“, sagte Roman Mölling, Sprecher der NBank. Zudem sei nicht auszuschließen, dass der Landesrechnungshof noch einen Blick auf die Unterlagen wirft.

Auch bei der FDP lösten die Verzögerungen Kopfschütteln aus. „Oberbürgermeister Stephan Weil sollte das Verfahren dem Baudezernat übergeben“, forderte FDP-Baupolitiker Wilfried Engelke. Dort wisse man, wie solche zugegeben schwierigen Anträge zu stellen seien. Im Grunde müsse Weil das gesamte Bauvorhaben zur Chefsache erklären, um Schlimmeres zu verhindern.

Diplomatischer gaben sich die Grünen. „Ich gehe davon aus, dass die Beantragung jetzt zügig erledigt wird“, sagte Grünen-Fraktionschef Lothar Schlieckau. Verfahrensfehler könne man sich nicht leisten, denn wenn die Fördermittel nicht flössen, stünde der Erweiterungsbau vor dem Aus. „Vor allem dürfen wir die Sponsoren nicht verunsichern“, mahnte Schlieckau. Fünf Millionen Euro sollen durch private Spenden aufgebracht werden, möglichst noch ein bisschen mehr, um eine Reserve zu bilden. Den Rest stemmen die Stadt und das Land mit jeweils fünf Millionen Euro, zehn Millionen kommen aus dem EU-Fördertopf.

Noch läuft der Stadt die Zeit nicht davon. Der Baustart am Sprengel Museum ist für den Herbst 2012 terminiert, dann sollte, da sind sich Stadt und Politik einig, spätestens das EU-Geld fließen. Eine Verlängerung der Antragsfrist aber bis Januar 2012, wie sie die Stadt wünscht, könnte zu Verzögerungen führen. „Eine Abgabe der Unterlagen zum Januar ist für uns der schlechteste Fall“, sagt Mölling von der NBank.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wegen eines schweren Unfalls auf der Autobahn 37 bei Kirchhorst ist es am Montagmorgen im Berufsverkehr zu starken Behinderungen gekommen. Teilweise stauten sich die Fahrzeuge auf einer Länge von bis zu zehn Kilometern.

Tobias Morchner 27.06.2011
Aus der Stadt Karikatur und kritische Grafik - Neuer Name für das Wilhelm Busch Museum

Nun ist es also beschlossen: Das „Wilhelm Busch Museum – Deutsches Museum für Karikatur und kritische Grafik“ wird nicht in „Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst Wilhelm Busch“ umbenannt, sondern in „Wilhelm Busch Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst“.

Uwe Janssen 27.06.2011

Nach den starken Regenfällen in den vergangenen Tagen bilden sich auf vielen Straßen Hannovers tiefe Pfützen. FDP-Ratsherr Wilfried Engelke vermutet, dass die kommunale Stadtentwässerung die Gullys aus Spargründen nicht oft genug reinigt. Das wird vom Entwässerungsbetrieb strikt dementiert.

Andreas Schinkel 27.06.2011
Anzeige