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Aus der Stadt Schlange stehen auf der Ideen-Expo
Hannover Aus der Stadt Schlange stehen auf der Ideen-Expo
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00:16 11.07.2015
Schülerinnen des Kurt-Schwitters-Gymnasiums bei ihrem Rundgang. Quelle: Krajinović
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Hannover

Sinems Handgriffe sind immer die gleichen: Reifen nehmen, Radlager einlegen, Hebel ziehen, zusammendrücken – und das so schnell wie möglich. „Ich komme mir vor wie beim Klassenkampf“, sagt die 16-Jährige. Dabei ist ihre Station nur eine im Workshop zur Optimierung von Fertigungsabläufen, den die Klasse 10c des Kurt-Schwitters-Gymnasiums im Rahmen der Ideenexpo am Dienstag besucht hat. Das Ziel: die Arbeitsabläufe von der Räder- bis zur Endmontage so optimieren, dass in 70 Sekunden ein fertiger Spielzeuglastwagen entsteht. Neben diesem werden noch zahlreiche andere Workshops für Schulklassen auf der Ideenexpo angeboten. Rund 650 dieser Gruppenarbeiten gibt es. Etwa 120.000 Schüler kommen mit ihren Lehrern zu den Workshops.

Die Schüler der 10c können sich nach ihrem Workshop noch selbstständig auf der Messe umsehen. Während am Wochenende die Hallen noch recht leer wirkten, bildeten sich an den Experimentierständen (wie der Gummibärchen-
produktion) gestern lange Schlangen. Für die Schülergruppen, die nur wenig Zeit zum Erkunden der drei Ausstellungshallen haben, ist das ein unschönes Ausschlusskriterium bei der Auswahl der Exponate, die sie ansehen. „Die Wartezeiten müsste man überbrücken“, sagt die 17-jährige Svenja. Das sei relativ langweilig. Die gesparte Zeit nutzen die Schüler lieber für andere Mitmachstationen.

Obwohl es Ziel der Ideenexpo ist, junge Leute für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern, haben die meisten Jungen und Mädchen der 10c schon genaue Vorstellungen, in welche berufliche Richtung es später gehen soll. Einige, wie die 16-jährige Annika, haben zwar ein naturwissenschaftliches Profil für die Oberstufe gewählt. Doch trotz Biologie-Leistungskurs will sie lieber in Richtung Architektur gehen. Für ihren Berufswunsch findet sie auf der Messe daher wenige Informationen. Ähnlich geht es auch Svenja. Aber: „Der Berufswunsch kann sich jede Minute ändern“, sagt sie. „Hier findet man Bereiche, die man vielleicht noch nicht in Betracht gezogen hat.“

Von Sabine Gurol

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