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Aus der Stadt Schlechte Gleise sollen schuld sein
Hannover Aus der Stadt Schlechte Gleise sollen schuld sein
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00:15 08.02.2016
Hat derzeit Sorgen: Das Privatbahnunternehmen Erixx. Quelle: Herzog
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Hannover

Vor genau 20 Jahren wurde der Markt im Nahverkehr für private Anbieter geöffnet. „Seitdem haben wir bessere Fahrzeuge, engere Taktungen und steigende Fahrgastzahlen“, lobt  Gryschka. Das wird durch die von der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) erhobenen Fahrgastzahlen bestätigt, die sich seit 1996 nahezu verdoppelt haben.

Die nun von Erixx wegen abgenutzter Räder aus dem Verkehr gezogenen Züge seien gerade einmal eineinhalb Jahre alt, und damit sehr modern, so Gryschka. Metronom habe derzeit mit etwa 15 Jahre alten Waggons vermutlich die ältesten Züge im Betrieb. „Vor der Privatisierung waren dagegen teilweise bis zu 45 Jahre alte Fahrzeuge im Regionalverkehr unterwegs“, erklärt Gryschka.

Bei der LNVG werden die Pünktlichkeitsprobleme des Erixx kritisch gesehen. Dort interpretiert man diese aber nicht als Auswuchs der Privatisierung. Die anderen Privatbahnen in Niedersachsen, Metronom und Westfalenbahn, seien „unauffällig“, sagt LNVG-Sprecher Rainer Peters. „Wir hatten vergleichbare Probleme bislang nur mit der DB Regio auf der Emslandstrecke.“ Bis Dezember 2015 habe es Beschwerden gegeben. Zum Jahreswechsel sei dann der Betrieb der Strecke von Norddeich Mole über Papenburg und Lingen bis ins nordrhein-westfälische Münster an das private Unternehmen Westfalenbahn gegangen. „Seitdem haben wir keine Probleme mehr“, sagt Peters, fügt aber hinzu: „Für eine Bilanz ist es nach einem Monat noch zu früh.“

Die Privatbahn Erixx musste in dieser Woche vier Züge aus dem Verkehr ziehen, weil Messungen ergeben hatten, dass die Räder der erst eineinhalb Jahre alten Züge schon starke Abnutzungserscheinungen zeigten. Nicht das einzige Problem des Unternehmens: Im vergangenen Jahr hatte Erixx nach Angaben der LNVG mit zahlreichen Verspätungen zu kämpfen. Das Bahnunternehmen hat nach eigenen Angaben im Schnitt eine Pünktlichkeitsquote von 80 Prozent, bezeichnet das aber selbst nicht als ausreichend. Den Grund für die vielen Verspätungen sieht das Unternehmen im schlechten Zustand der Gleisanlagen und kündigte daher an, die DB Netz AG für die zu erwartenden Kürzungen der LNVG in Regress zu nehmen.

Heiko Randermann

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