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Aus der Stadt Schüler demonstrieren in Hannover für bessere Bildung
Hannover Aus der Stadt Schüler demonstrieren in Hannover für bessere Bildung
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22:00 22.06.2011
Von Bärbel Hilbig
Schüler demonstrieren gegen Gebühren für die Schulbuchausleihe, Studiengebühren und vieles andere. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

„In unserer Schule tropft es, wenn es richtig doll regnet“, berichtet die zwölfjährige Viktoria am Rande. Mit ihren Freundinnen von der Integrierten Gesamtschule Roderbruch demonstriert sie aber auch für 13 statt zwölf Jahre Schulzeit an der IGS. „Unsere jüngeren Geschwister sind davon betroffen.“ Studiengebühren seien unsinnig, wenn doch immer mehr qualifizierte Mitarbeiter gesucht würden, argumentiert die 15-jährige Jana von der Tellkampfschule. Viele Schüler schwänzen für die Demo und nehmen einen Eintrag über unentschuldigtes Fehlen in Kauf. „Die Lehrer dürfen die Demo nicht unterstützen“, sagt Isabel von der Ricarda-Huch-Schule. Doch die Schüler ahnen, dass so mancher Pädagoge die Meinungsäußerungen seiner Schützlinge durchaus richtig findet.

Vor dem Wissenschaftsministerium kritisiert Christian Kröger vom AStA, dass Niedersachsen als einziges Bundesland neben Bayern weiter Studiengebühren erhebt. Er rät den Schülern: „Studiert einfach nicht in Niedersachsen!“ Angesichts der Siebt- bis Neuntklässler, die das Gros der Demonstranten ausmachen, wirkt das Polizeiaufgebot vor Rathaus, Ministerien und Landtag beachtlich. Rentnerin Konstanze Chryssos quittiert das mit Unverständnis. „Das alles für diesen kleinen Schülertrupp.“ Später verletzt jedoch ein Demonstrant zwei Polizisten, die ihn und drei weitere junge Erwachsene aus dem linken Spektrum kontrollieren wollten.

Aufgerufen zur Demo hatten Stadtschülerrat, AStA, Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) sowie die Jugendverbände der Gewerkschaften und der Linken.

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