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300 Schüler erklären Leibniz an 300 Bäumen

Kunst und Philosophie 300 Schüler erklären Leibniz an 300 Bäumen

300 Bäume zwischen Aegi und Schloss Herrenhausen sind mit kleinen Kunstwerken geschmückt: 300 Schüler aus Hannover haben in wochenlanger Arbeit zum 300. Todestag des Universalgenies Gottfried Wilhelm Leibniz philosophische Zitate in ihre eigene Sprache übersetzt.

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„Leibniz lebt: Es gibt nichts Totes!“ (v. links): Aaron Gerdes, Laurentine Edene, Lucas Geschke und Initiatorin Prof. Marion Puschan dem von Laurentine Edene gestalteten Baum.

Quelle: Jan-Philipp Eberstein

Hannover. Die Idee geht auf eine Initiative der Kunstethik-Professorin Marion Pusch zurück, die die zuweilen schwierigen Leibniz-Texte lesbar machen wollte. „Kunst baut Brücken, wo Worte fehlen“, sagte sie gestern bei der Präsentation des Projekts im Landesmuseum.

Laurentine Edene von der IGS Linden etwa hat sich dieses Zitat ausgesucht: „Unsere Sinne sagen uns nur einen Teil der Wahrheit.“ An einem knorrigen Baum am Ufer des Maschteichs hat sie mit einem Netz und Pappe Hände, Augen (die sogar mit floureszierenden Steinen) und andere Sinnesorgane geklebt und mit ungewöhnlichen Pappsmilies dekoriert. Lucas Geschke hat zu „Es gibt nichts Totes im Universum, alles lebt“ einen Baum mit Organen geschmückt, Mitschüler Aaron Gerdes hat zu „Der Tod ist nur eine Unterbrechung“ eine Skulptur mit einem angedeuteten Holzkreuz kreiert, aus dem eine Pflanze wächst. Es sei das wohl „größte Kunstwerk“ zum Leibniz-Todesjahr, schwärmte Pusch über die Kreativität der Schüler.

Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas lobte die Schüler für ihr Durchhaltevermögen und drängte sie, dem letzten Universalgenie Europas nachzueifern: "Das schlimmste ist, wenn der Mensch dumm stirbt." Man dürfe das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren, zugleich aber auch nicht in Fachidiotie versinken. Die Klosterkammer, die das Vermögen zahlreicher während der reformation umgewandelter Klöster verwaltet, ist Hauptsponsor des insgesamt rund 75 000 Euro teuren Projekts. Pusch konnte außerdem die Nord/LB, den Freundeskreis Hannover und viele andere Organisationen für ein Sponsering gewinnen: "Es war ein hartes Klinkenputzen, aber es hat sich gelohnt", sagte sie gestern.

Zu dem Projekt mit dem Titel "Leibniz lebt! Es gibt nichts Totes" gehören auch eine Installation, die vom 11. Juni bis 23. Juli im Südstädter Sofa-Loft zu sehen ist, sowie eine Denk-Werkstatt am 17. Juni am gleichen Ort.

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„Leibniz lebt: Es gibt nichts Totes!“ (v. links): Aaron Gerdes, Laurentine Edene, Lucas Geschke und Initiatorin Prof. Marion Puschan dem von Laurentine Edene gestalteten Baum.

Quelle: Jan-Philipp Eberstein
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