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Schüler in Hannover überraschend gut

Städtevergleich Schüler in Hannover überraschend gut

Der Städtevergleich meldet beim Thema Bildung Erfreuliches: Das Niveau der Schüler ist in Hannover besser als in den meisten großen deutschen Städten.

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Herzlichen Glückwunsch: Vor wenigen Wochen übergaben die Schulleiter der Gymnasien die Abiturzeugnisse – hier Ewald Wirth von der St.-Ursula-Schule bei der Entlassung des Abiturjahrgangs im Kuppelsaal des HCC.

Quelle: Martin Steiner

Hannover. Hannovers Schüler haben ein besonders hohes Bildungsniveau – außerdem gibt es einen deutlichen Unterschied in der Qualität der Abschlüsse von Jungen und Mädchen. Das sind zwei überraschende Erkenntnisse aus dem Bericht zur Stadtentwicklung. In dem Papier sind die 15 deutschen Städte mit über 500 000 Einwohnern miteinander verglichen worden.

Besonders positiv und für die Stadtverwaltung auch ein bisschen überraschend sticht das im Städtevergleich überdurchschnittliche Bildungsniveau der Landeshauptstadt hervor. Während im Durchschnitt der Großstädte 40,3 Prozent der Jugendlichen mit der Hochschul- oder der Fachhochschulreife die Schule verlassen, liegt Hannover mit 42,5 Prozent auf dem vierten Platz. Besser als in der Landeshauptstadt sind die Schüler nur noch in Hamburg (46,8 Prozent), Dresden und Leipzig. Das vergleichsweise hohe Niveau der Schüler zeigt sich auch in der unterdurchschnittlichen Zahl der Jungen und Mädchen mit einem Hauptschulabschluss. Dort belegt die Landeshauptstadt Rang elf, ähnlich weit hinten ist die Stadt auch bei der Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss gelistet.

Ein auffälliges Phänomen ergibt sich für Hannover beim Vergleich zwischen weiblichen und männlichen Schulabgängern. Allgemein ist es so, dass die weiblichen Schulabgänger im Schnitt bessere Abschlüsse erreichen als die männlichen. In Hannover ist dieser Unterschied zwischen den Geschlechtern so ausgeprägt wie in keiner anderen Großstadt. Im Durchschnitt der untersuchten Städte sind die Schulabgänger mit Hochschulreife zu 55,2 Prozent Frauen, in Hannover sind es 57,4 Prozent. Die Schulabgänger mit Hauptschulabschluss sind im Schnitt zu 55,7 Prozent männlich, in Hannover allerdings zu 57,4 Prozent.

Stadtsprecher Andreas Möser sagte, man werde sich im Schuldezernat die Zahlen ganz genau anschauen. „Das wird dort sicherlich eine Rolle spielen“, meinte er. Es müsse aber noch genau geschaut werden, ob die Ergebnisse an der Erhebung der Statistiken an der Unterrichtsgestaltung lägen oder ob das etwas mit der Zusammensetzung der Bevölkerung zu tun habe.

Dies gilt sicher auch für ein anderes Ergebnis des Städtevergleichs beim Thema Bildung: Hannover hat bei der Zahl der Schulabschlüsse von Ausländern im Vergleich zu den anderen Städten erheblichen Nachholbedarf. In der niedersächsischen Landeshauptstadt gibt es mit knapp 15 Prozent relativ viele Ausländer ohne Schulabschluss. Zum Vergleich: Lediglich fünf Prozent der deutschen Schüler schaffen den Hauptschulabschluss nicht. Damit sind die Chancen von ausländischen Hauptschülern auch im Vergleich zu den deutschen Schülern besonders schlecht. Schlechtere Bildungschancen haben Ausländer nur in Essen, Berlin und Leipzig.

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